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Kommentar: Baake will Elektroschrott (oder Stufenplan zur Smart Meter Pflicht)

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Kommentar: Baake will Elektroschrott (oder Stufenplan zur Smart Meter Pflicht)

11.02.15  10:01 | Artikel: 962385 | News-Artikel (Red)

Kommentar: Baake will Elektroschrott (oder Stufenplan zur Smart Meter Pflicht)Fakt ist, dass für die Fertigung eines intelligenten Stromzählers deutlich mehr seltene Erden benötigt werden, als dies für einen klassischen Ferraris-Zähler der Fall ist.

Es ist eine Diskussion um den Wert einer Sache. Hat der Bürger keinen Nutzen, dann muss er verpflichtet werden. Mündig zur Abgabe eines Stimmzettels am Wahltag, aber unmündig die Art der Strommessung selbst in die Hand zu nehmen.

7 Eckpunkte für das "Verordnungspaket Intelligente Netze" nennt sich das am Montag von Staatssekretär Baake (ehemals Agora Energiewende) vorgestellte Papier, welches die im Koalitionsvertrag bereits angekündigten verbindlichen Vorgaben für das Messwesen in Deutschland enthält.

Der VKU applaudiert, da seinen zentralen Forderungen entsprochen wurden, die Grenze für eine Verpflichtung zunächst sehr hoch anzusetzen, bevor man diese stufenweise reduziert.

Für intelligente Stromnetze werden Smart-Meter grundsätzlich nicht benötigt. Benötigt werden diese, wenn der Stromkunde direkt an brennstoffkosten-freie Stromerzeugung profitieren möchte.


Ein intelligenter Stromzähler verursacht etwa 50€ zusätzliche Kosten pro Jahr (bei manchen Anbietern auch deutlich mehr). Diese Kosten müssen zunächst irgendwo eingespart werden. Der private Stromkunde ist vielleicht bereit einen intelligenten Stromzähler zu installieren, aber nur wenn er damit mindestens die 50€ im Jahr durch Bezugskosten sparen kann.

blog.stromhaltig musste vor einem Jahr erst die Schlichtungsstelle Energie einschalten, bevor das Hickhack am eigenen Netzanschluss geklärt werden konnte. Keiner der beteiligten Zahlungsempfänger (Stromanbieter, Verteilnetzbetreiber, Messstellenbetreiber) hatte damals im Sinne des Kunden eine Auskunft gegeben oder für eine Klärung gesorgt.

Persönliches Fazit “Intelligenter Stromzähler als Stromkunde”

  • Kundenservice: Mangelhaft
  • Kosten: zu Hoch
  • Einsparungspotential: Nicht erkennbar
  • Kundenzufriedenheit: Unbefriedigend

Dennoch zeit das Verordnungspaket in die richtige Richtung, wenn es in Deutschland mit der Energiewende klappen soll. Tatsächlich sind intelligente Stromzähler notwendig, wenn…

>Über die mit einem besonderen Fokus auf Datenschutz und Datensicherheit entwickelte Kommunikationseinheit (sog. Smart Meter Gateway) eines intelligenten Messsystems können Kleinerzeugungsanlagen, Elektromobile, Wärmepumpen und Nachtspeicherheizungen an ein intelligentes Energienetz angebunden werden.

Es bedarf allerdings keiner weiteren Verordnungen und Gesetze, sondern die Erledigung der Hausaufgaben. Gelingt die Definition eines neuen Strommarktes, welches Anreizfaktoren für den Endkunden liefert, wie es sich Baake für das erste Halbjahr 2015 wünscht, dann kommen Smart-Meter in die Haushalte auch ohne Pflicht.

Im Jahre 2014 hatte blog.stromhaltig eine Inventur gefordert. Wurde diese mittlerweile durchgeführt?


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14.12.11: Smart Grids: Wie unsere Stromversorgung intelligent wird
25.09.12: Energiewirtschaft: Ausbau Smart Metering noch immer ohne Tempo



Autor: Thorsten Zoerner

blog.stromhaltig.de

Thorsten Zoerner betreibt den Blog stromhaltig.de. Einen Großteil seiner Fachartikel veröffentlichen wir regelmäßig auch hier auf unserer Seite. Thorsten Zoerner ist Gründungsmitglied der Energieblogger.



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Themenbereiche:

Datenschutz | Sicherheit | Strom

Schlagworte:

Verordnungspaket (6) | BMWi (36) | Intelligente Netze (10) | Messsysteme (9) | Smart Meter (14) | Einbauverpflichtung (7)




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