Home UnternehmenProdukte
& Lösungen
Kompetenzen
& Services
erneuerbare
Energien
News
& Aktuelles
Impressum
& Kontakt
 
  

Die Bayern-Formel: «2-X»

Nachrichten
Aktuelles
Presse
Vorträge, Seminare
& Workshops
Bildschirmauflösungen, Browser, Statistik & Co.
Datenschutz
Suche










alle Artikel anzeigen ...

Die Bayern-Formel: «2-X»

11.02.15  11:40 | Artikel: 962389 | News-Artikel (Red)

Die Bayern-Formel: «2-X»Im Umweltmagazin Unkraut des BR nimmt sich Sebastian Kraft dem Thema Stromtrassen in Bayern an.

Es geht darum, wie viele neue Trassen in den Freistaat laufen sollen. Der Plan der Bundesregierung sieht den Bau von zwei Leitungen vor, eine geht von Norddeutschland nach Bayern, die andere Leitung von Ost-Deutschland.

Ziel ist es die Stromversorgung des Bundeslandes auch nach dem Jahre 2022 zu sichern.

“Zwei Trassen minus x” – so lautet die Formel, mit der Horst Seehofer in die Verhandlungen nach Berlin ziehen will.

Klar geht es im Energiedialog um eine Generationen-Entscheidung, wie der Ministerpräsident es nennt. Doch welche Strommengen sollen hier eigentlich tatsächlich transportiert werden? Ein Blick auf die aktuellen Netzengpässe, gibt einen Indikator, dass X>0 gegeben sein dürfte. Zur Versorgungssicherheit in Bayern braucht es die als Südost-Passage bezeichnete Trasse wahrscheinlich nicht.

Ein gesteigertes Interessen an dieser Trasse dürfen die Bundesländer Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt haben. Mit einem Standortnachteil behaftete Kraftwerke sorgen dort bereits heute für eine Stromerzeugung, die auf kaum Bedarf trifft.

Möchte man ein wirtschaftliches Überleben der Betreiber sichern, so muss es tatsächlich eine Leitung in ein anderes Gebiet geben. Schön, dass scheinbar das Märchen vom Offshore-Wind, welcher 150 KM von der Ostsee entfernt “anlandet” endlich vom Tisch ist. Laut dem Strommix-Navigator setzt sich der Mix in Wolmirstedt (dem Beginn der Trasse) wie folgt zusammen:
  • 27% Erdgas (Bund: 14,1%)
  • 27% Wind (Bund: 9,33%)
  • 25% Braunkohle (Bund: 22,68%)

Am Endpunkt der Trasse in Meitingen haben wir heute:
  • 25% Erdgas
  • 21% Kernenergie
  • 14% Solar

Bis in das Jahr 2022 sollen die 21% Kernenergie ersetzt werden, jedoch aus heutiger Sicht würde der Braunkohlestrom hier die Position einnehmen. Der Transport von grünem Strom per Südost-Trasse, vielleicht eher skeptisch zu beäugen.

Wie Prof. Kemfert im Beitrag anspricht, sind Gaskraftwerke eine Lösung, die man in Bayern adressieren könnte. Durch ein Marktdesign, welches eine Verknappung an der Spotbörse zulässt, kann auch hier ein Investitionsanreiz gesetzt werden.

Bei der Diskussion um Strom nach Bayern sollte man aber auch einige andere Punkte nicht vergessen. Tatsächlich ist in Bayern die Solarenergie recht weit ausgebaut. Dafür sind Speicher notwendig, wie sie zum Beispiel mit dem Alpstore, welcher mit großen Worten und kleiner Förderung angedacht sind.

Vielleicht sollte man bei all der Planung in Deutschland die Augen auch nicht von Österreich verschließen. Die Verbund AG freut sich bereits einige Zeit über ihre Stromlieferungen nach Deutschland.

Im Gegensatz zu vielen anderen Nachbarn gibt es ausreichend Netzkopplung und Kapazitäten in der Grenzregion.

Vor dem Schritt nach Berlin könnte Seehofer (oder Aigner) ein Gespräch mit Maros Sefcovic (Vize-Präsident EU Kommission) führen, denn im Einklang mit der Europäischen Union könnte es für den Freistaat eine sehr kostengünstige Lösung geben (ohne neue fossile Kraftwerke).




Autor: Thorsten Zoerner

blog.stromhaltig.de

Thorsten Zoerner betreibt den Blog stromhaltig.de. Einen Großteil seiner Fachartikel veröffentlichen wir regelmäßig auch hier auf unserer Seite. Thorsten Zoerner ist Gründungsmitglied der Energieblogger.



0 Kommentar(e) zum Artikel.
Kommentar schreiben


Themenbereiche:

erneuerbare Energien | Energiepolitik | Netze

Schlagworte:

Bayern (52) | Stromtrassen (15) | Stromversorgung (41) | Kemfert (15)




Seite per Mail versenden

Kurz-Link zu dieser Seite: http://psrd.de/@962389







© by Proteus Solutions GbR 2017


Alle hier veröffentlichten Texte, Dokumente und Bilder sind urheberrechtlich geschützt.
Bitte beachten Sie dazu auch die weiteren Informationen unter dem Menüpunkt Mediadaten.
Informationen zum Datenschutz finden Sie in unserem Impressum.



Proteus Solutions GbR , Allmandsteige 11, 78564 Reichenbach
Tel: (0 74 29) 876 91 - 70 oder 0800-50506055, Fax (0 74 29) 876 91 - 77
Spam@proteus-solutions.de

80.147.220.63 - (04.05.2016 14:30:00)


 

verwandte Themen
7.7.16 | Artikel: 970060
6 Millionen Euro für neues Forschungsprogramm zur Energiewende

Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft hat ein neues Forschungsprogramm namens «Transformation des Energiesystems in Baden-Württemberg – Trafo BW» gestartet.

12.7.16 | Artikel: 970061
SolarContact-Index: Photovoltaik-Nachfrage stürzt ins Sommerloch

Das Interesse an PV-Anlagen ist im zurückliegenden Juni ins Sommerloch gefallen. Mit rund 90 Punkten verharrt der Index unter seinem 12-Monats-Durchschnitt.

Werbung auf unserer Seite: 
Rufen Sie uns an: 0800 50 50 60 55
3.8.16 | Artikel: 970069
Preise für Strom, Gas, Heizöl und Kraftstoffe auf breiter Front gesunken

Das Jahr 2015 war gekennzeichnet durch sinkende Preise an den Energiemärkten. Davon konnten sowohl die privaten Haushalte als auch die Unternehmen profitieren.

22.6.16 | Artikel: 970053
Solarspeicher-Preise um ein Drittel gefallen

Die Nachfrage nach Heimspeichern für die Rund-um-die-Uhr-Versorgung von Gebäuden mit Solarstrom wird sich mindestens bis 2020 im Zweijahresturnus verdoppeln.

Sie suchen nach speziellen Lösungen?
Wir helfen gerne weiter...
11.8.16 | Artikel: 970075
Börsen-Zeitung: Doppelter Milliardenschock - Kommentar zu Eon

Die Verwerfungen der Energiewende treffen Eon mit voller Wucht. Der Energiekonzern wähnte den Kapitalmarkt gut vorbereitet auf den Milliardenschock in der Bilanz.

20.6.16 | Artikel: 970051
Strom DAO - Einfach(er) erklärt

Nachdem einige Leser zum Beitrag "Ein Stromanbieter aus der Blockchain – Strom DAO" kommentiert haben, dass sie eine etwas andere Erklärung wünschen ein zweiter Versuch.

aktuelle Informationen an Ihre Zielgruppe verschicken?
Newsletter Server V3: einfach, schnell, günstig!
28.9.16 | Artikel: 970085
Vollständige Erdverkabelung in Baden-Württemberg

«Energiepolitisch vernünftig und nachvollziehbar», nannte Umweltminister Franz Untersteller die heute bekannt gewordenen Netzausbaupläne des baden-württembergischen Netzbetreibers TransnetBW.

28.9.16 | Artikel: 970084
Südwest Presse: Kommentar zu Energienetz Unter Strom

Im Norden bläst der Wind, so kräftig, dass viel mehr Ökostrom produziert werden kann, als vor Ort benötigt wird. Im Süden dagegen droht elektrische Energie zur Mangelware zu werden, weil hier die letzten Kernkraftwerke 2022 abgeschaltet werden.