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Daimler AG: Ein paar Antworten zu Umweltschutz, Elektromobilität und Energieeffizienz

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Daimler AG: Ein paar Antworten zu Umweltschutz, Elektromobilität und Energieeffizienz

04.03.15  10:22 | Artikel: 962425 | News-Artikel (Red)

Daimler AG: Ein paar Antworten zu Umweltschutz, Elektromobilität und EnergieeffizienzAm 5. Februar fand die diesjährige Jahrespressekonferenz der Daimler AG statt.

Konzernvorstand Dr. Dieter Zetsche erläuterte den anwesenden Journalisten und Aktionären das Ergebnis für das Jahr 2014.

Trotzdem blieben noch einige Fragen offen, die wir im Nachgang gestellt haben.




Umweltschutz, Energieeffizienz, Elektromobilität und selbstfahrende Autos: Das sind Themen, die auch den Nicht-Aktionär eines Global Players wie Daimler interessieren. Hier die Antworten des Konzerns auf unsere Fragestellungen:


Was tut der Konzern konkret in Sachen Umweltschutz und Energieeffizienz? Nutzen Sie z.B. auch erneuerbare Energieformen?

Umweltschutz ist bei der Daimler AG integraler Bestandteil der auf langfristige Wertsteigerung ausgerichteten Unternehmensstrategie. Die Ausrichtung auf höchstmögliche Produktqualität beinhaltet für Daimler die Erfüllung anspruchsvoller Umweltstandards und den schonenden Umgang mit natürlichen Lebensgrundlagen. Maßnahmen zur umweltgerechten Produktgestaltung berücksichtigen daher den vollständigen Produktlebenszyklus – vom Design über Produktion und Produktnutzung bis zur Entsorgung und Wiederverwertung.

Dabei denken wir über unsere Produkte hinaus: Mit umweltschonenden Produktionsverfahren begrenzen wir Energieverbrauch und CO2-Emissionen der Werke, produktionsbedingte Lösemittelemissionen, Lärmbelastung, Geräuschemissionen und Wasserverbrauch.

An erster Stelle steht aber natürlich die Produktion verbrauchs- und schadstoffarmer Fahrzeuge. Dabei leistet man den wirkungsvollsten Beitrag zum Klimaschutz mit Maßnahmen, die schnell und über eine möglichst breite Flotte hinweg wirken. Um das zu erreichen, setzen wir an allen wichtigen Stellhebeln an: vom Energiemanagement über die Aerodynamik bis hin zum Leichtbau und der Elektrifizierung des Antriebs.

So haben wir die CO2-Emissionen unserer Pkw-Flotte in Europa innerhalb von nur zwei Fahrzeuggenerationen über 40 Prozent senken können. 2014 lag der Ausstoß bei nur noch 129 Gramm CO2 pro Kilometer. Das nächste Etappenziel wollen wir 2016 mit 125 Gramm erreichen. Bei allen Anstrengungen und sinnvollen Maßnahmen sollte man nicht aus den Augen verlieren, dass der Einfluss des Individualverkehrs auf den Klimaschutz begrenzt ist – im Jahr 2012 haben Pkw rund 11 Prozent der gesamten CO2-Emissionen in Europa verursacht.

An mehreren Standorten in Deutschland, den USA und in Indien betreiben wir Fotovoltaikanlagen auf unseren Dächern oder stellen Dachflächen für Betreibergesellschaften zur Verfügung. Auf diese Weise werden mehr als 65.000 Quadratmeter Dachfläche zur CO 2 -neutralen Stromerzeugung genutzt.
Quelle: Nachhaltigkeitsbericht 2013


Bereits vor Jahren hat sich die Kanzlerin zu einer eher nicht haltbaren Zahl in Bezug auf den Verkauf von Elektrofahrzeugen hinreißen lassen. Wie schätzen Sie hier das Potential ein? Wie lange werden wir noch auf Verbrennungsmotoren angewiesen sein und wann können wir die propagierte Million erreichen?

Wir sind davon überzeugt: Die Zukunft liegt in der Elektrifizierung des Antriebs. Aber es ist ein langsamer Übergang. In zehn Jahren sehen wir auf den Straßen vermutlich noch hauptsächlich Verbrennungsmotoren, die dann aber zunehmend in Kombination mit Elektromotoren arbeiten. Letztendlich wird der Kunde über das Straßenbild der Zukunft entscheiden. Wir sehen, dass speziell in Deutschland das Geschäft mit den Elektroautos nicht so in Fahrt kommt wie wir es uns wünschen.

Im Ausland geht das oft schneller – hier zeigt sich der positive Einfluss staatlicher Förderung. In Deutschland soll es immerhin ein erhebliches, nicht finanzielles Incentive geben, etwa über gemeinsam nutzbare Taxi- und Busspuren und Parkplätze. In Summe glauben wir, dass bei diesen Randbedingungen die eine Millionen Fahrzeuge mehr eine sehr optimistische als eine realistische Erwartung darstellt – und das, obwohl ja inzwischen auch Plug-In Hybride mit hinzugerechnet werden.


Die Bevölkerung in Deutschland und Europa wächst kontinuierlich weiter, damit verbunden auch der Wunsch der Individualmobilität. Wir es irgendwann eine Sättigung geben, möglicherweise auch erst dann, wenn der Kollaps des Verkehrssystems erreicht ist?

Das Auto wird aus unserer Sicht seine Faszination auch in Zukunft behalten. Wir sehen aber einen ganz klaren Trend hin zu einer Multimodalität: Bus, Bahn, Auto und Fahrrad werden ganz selbstverständlich miteinander kombiniert.

Mit car2go ist smart Pionier und Marktführer im Be-
reich stationsunabhängiger, urbaner Automietsysteme.
Aktuell ist car2go mit mehr als 11.500 Fahrzeugen an
weltweit 28 verschiedenen Standorten präsent.
[Foto: Daimler AG]
Unser Rezept für die Zukunft ist eine sinnvolle Vernetzung unterschiedlicher Verkehrsangebote kombiniert mit umweltfreundlicher Technologie. Wir verstehen uns längst nicht nur als Automobilhersteller, sondern auch als Mobilitätsdienstleister und bieten mit Modellen wie unserer Mobilitätsplattform moovel und unserem Carsharing-Programm car2go attraktive Lösungen für die urbane Mobilität.

Außerdem gibt es auch alternative Lösungskonzepte, die Effekten wie Verkehrsverdichtung und erhöhten Emissionen entgegenwirken, z.B. der Aufbau intelligenter Verkehrssysteme. Dazu gehören u.a. Leitsysteme, Verkehrsinformationen in Echtzeit, bessere Verknüpfung der Verkehrsträger (Straße/Schiene), Bus Rapid Transit Systeme und Aufbau von modernen Car-Sharing Konzepten (car2go mit free floating-Ansatz).

Im ländlichen Raum ist nach wie vor das Privatfahrzeug das Verkehrsmittel der Wahl. Es bietet die notwendige Flexibilität um von A nach B zu gelangen. Der ÖPNV hat natürlich auch eine wichtige Funktion, um den ländlichen Raum zu erschließen, doch stellt sich hier stark die Frage nach der Wirtschaftlichkeit.

Die Flexibilisierung des Angebots, z.B. durch Rufdienste, Carsharing oder den bedarfsorientierten Einsatz unterschiedlich großer Transportmittel, kann auch hier zu einem nachhaltigen Mobilitätsangebot führen. Auf den Ballungsraum zugeschnittene Angebote, wie z.B. car2go, lassen sich jedoch nicht 1:1 auf den ländlichen Raum übertragen.


Wie sehen Sie Ihren Konzern in 10 oder 20 Jahren. Steht der PKW immer noch im Vordergrund oder denken Sie schon heute über alternative Beförderungskonzepte nach? Wenn ja, in welche Richtung gehen denn solche Überlegungen?

In den vergangenen Jahren verzeichnen Mobilitätskonzepte wie Carsharing oder Bikesharing weltweit vielversprechende Wachstumsraten. Daimler hat auf diesen Trend als erster Automobilhersteller reagiert und 2008 mit car2go ein wegweisendes Carsharing-Angebot entwickelt.

Inzwischen sind weitere Mobilitätsdienstleistungen hinzugekommen und "Mobility Services" sind ein wichtiger Baustein unserer Strategie. Das Nebeneinander des klassischen Automobilgeschäfts und neuer Dienstleistungsangebote ist eine flexible und nachhaltige Antwort auf die Herausforderungen künftiger Mobilität.


Stichwort «Selbstfahrende Autos». Ist das nur eine aktuelle wissenschaftlich-technische Herausforderung oder hat diese Idee langfristig Chancen. Wenn ja, wie könnten diese aussehen?

Mercedes-Benz F 015
Selbstfahrendes Auto: Der Mercedes-Benz
F 015 Luxury in Motion: Vorbote einer
Mobilitätsrevolution [Foto: Daimler AG]
Natürlich stellt diese äußerst komplexe Aufgabe, ein selbstfahrendes Auto zu realisieren eine technologisch hochinteressante Aufgabe dar. Aber entscheidend ist die Vielzahl an Kundennutzen: Autofahren wird durch autonomes Fahren in erster Linie komfortabler.
Der Fahrer wird bei eintönigen Fahrten im Stau oder auf der Autobahn entlastet.

Darüber hinaus besteht für ältere Menschen und Menschen mit Behinderung die Chance, mobil zu bleiben und zu werden. Sicherlich werden alle Berufspendler und Langstreckenfahrer, die nicht auf den Individualverkehr verzichten wollen oder können, die Vorteile von mehr Sicherheit und Komfort schätzen.

Schon heute ist der Mensch hinsichtlich seiner Wahrnehmung und der Reaktionszeit dem technischen System z.T. unterlegen. Bei der Bewertung von komplexen Situationen hat die Technik gegenüber den menschlichen Fähigkeiten jedoch noch großen Nachholbedarf. Sind diese Fähigkeiten jedoch in einem autonomen System beinhaltet, sind sie jederzeit aufmerksam und voll funktionsfähig und nicht wie der Mensch beispielsweise von der Tagesform oder der Konzentrationsfähigkeit abhängig.


Daimler AG Jahrespressekonferenz 2015








Autor: Björn-Lars Kuhn

Journalist bdfjBjörn-Lars Kuhn ist einer der Inhaber der Proteus Solutions GbR, Buchautor, Datenschutzbeauftragter (IHK), Fachjournalist (bdfj) in den Bereichen Datenschutz, Netzpolitik und Erneuerbare Energien und Redakteur dieser Nachrichtenseite.



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Themenbereiche:

Unternehmen | Elektromobilität | Energieeffizienz

Schlagworte:

Daimler AG | Umweltschutz (6) | Elektromobilität (13) | Energieeffizienz (46) | Jahrespressekonferenz | Dr. Dieter Zetsche | Unternehmensstrategie




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