Home UnternehmenProdukte
& Lösungen
Kompetenzen
& Services
erneuerbare
Energien
News
& Aktuelles
Impressum
& Kontakt
 
  

NEUE ENERGIEMARKTORDNUNG statt nur «Strommarkt-Design»

Nachrichten
Aktuelles
Presse
Vorträge, Seminare
& Workshops
Bildschirmauflösungen, Browser, Statistik & Co.
Datenschutz
Suche










NEUE ENERGIEMARKTORDNUNG statt nur «Strommarkt-Design»

03.03.15  08:30 | Artikel: 962441 | News-Artikel (e)

NEUE ENERGIEMARKTORDNUNG statt nur «Strommarkt-Design»EUROSOLAR legt Memorandum zum Grünbuch "Ein Strommarkt für die Energiewende" vor

Die Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien e.V. - EUROSOLAR - hat gestern ein Memorandum zum Grünbuch «Ein Strommarkt für die Energiewende» vorgelegt. «Wir zeigen darin die Alternative zu dem bislang von der Bundesregierung eingeschlagenen Weg der Energiewende auf», unterstreicht Axel Berg, Vorsitzender der deutschen Sektion von EUROSOLAR.

"Wir haben die begründete Befürchtung, dass die Bundesregierung schon mit den bisherigen Änderungen am Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) die Energiewende abwürgt - und zwar weit über das von uns bereits kritisierte geplante Maß hinaus", so Berg weiter.

Das geplante Ausschreibungsmodell werde dies noch weiter verschärfen. Die Energiewende werde dadurch teurer, ist EUROSOLAR überzeugt. Besonders die alleinige Fixierung auf den Strommarkt führe zu teuren Fehlentwicklungen. "Wir brauchen daher statt eines reinen "Strommarkt-Designs" eine "Neue Energiemarktordnung", die die Konvergenz der Energiemärkte herstellt und dieser Konvergenz den Marktrahmen gibt", erklärt Dr. Fabio Longo, Mitglied des Vorstands der deutschen Sektion von EUROSOLAR und einer der Autoren der Stellungnahme.

EUROSOLAR ist der Überzeugung, dass der Strommarkt in einer Marktordnung mit Erneuerbaren Energien nicht allein betrachtet werden darf. Dies werde insbesondere bei der Entwicklung der Speichermöglichkeiten klar, da hier durch Power-to-Gas oder auch Power-to-Heat nicht nur der Strommarkt, sondern auch andere Energiemärkte betroffen sind. "Betrachtet man hier nur den Strommarkt, so kommt man z.B. bei Power-to-Gas zu absurden Ergebnissen, da die Wärmenutzung bei der Rückumwandlung aus der Bilanz fällt, die Folge könnte eine völlig überzogene und damit viel zu teure Kapazitätsplanung sein", so Longo.

Einem Kapazitätsmarkt erteilt EURSOLAR eine Absage, stattdessen soll unter anderem die Flexibilitätsprämie im EEG wieder gestärkt werden. Die Integration von Energiespeichern in das Energiesystem und in den Energiemarkt ist für EUROSOLAR eine zentrale Voraussetzung für das Gelingen der Energiewende. Hierfür müsse schon heute der regulatorische Rahmen hergestellt werden, betont Stephan Grüger, ebenfalls Mitglied des Vorstands der deutschen Sektion von EUROSOLAR und Mitautor der Stellungnahme.

"Auch wenn wir nur den von der Bundesregierung geplanten langen und damit teuren Pfand der Energiewende gehen werden, brauchen wir in zehn bis 15 Jahren eine industrielle Produktion von Speichern, dafür müssen wir schon heute die Nachfrage ankurbeln", ergänzt Grüger, der auch Experte für Industriepolitik ist. Strategisch wünschenswert sei dabei, dass Deutschland diesen industrie- und energiewirtschaftlich wichtigen Zukunftsmarkt nicht an die USA oder an asiatische Mitbewerber verliert.

Die komplette Stellungnahme als pdf-Dokument




(Quelle: EUROSOLAR e.V.)


1 Kommentar(e) zum Artikel.
Kommentar schreiben

Tomas Biermann-Kojnov Donnerstag, 1. Oktober 2015 um 14:11

Auch der Bürgersolarverein SunOn Sonnenkraftwerke Lüneburg e.V., der seit September 10 Jahre aufgerufen durch solar lokal, tätig ist, beteiligt sich neben Eurosolar an der Weißbuch-Gestaltung bzw. -kritik mit kurz lesbaren Merkpunkten für dezentrale Strommarktgestaltung, nach der Strom kombiniert mit mehreren Arten, wie Solar+Wind, wie mit Speichern anzubieten ist, und auch Netz-entlastend eben auch für Wärme + Mobilität.

Sehen Sie hier unter Stellungnahmen zum Weißbuch oder über den direkten Link (PDF).

Auf gutes Solargelingen, Tomas Biermann-Kojnov


Themenbereiche:

erneuerbare Energien | Energiepolitik | EEG

Schlagworte:

Strommarkt-Design (6) | Ausschreibungsmodell (2) | Grünbuch (6) | Energiemärkte (9) | Kapazitätsplanung (4)




Seite per Mail versenden

Kurz-Link zu dieser Seite: http://psrd.de/@962441







© by Proteus Solutions GbR 2017


Alle hier veröffentlichten Texte, Dokumente und Bilder sind urheberrechtlich geschützt.
Bitte beachten Sie dazu auch die weiteren Informationen unter dem Menüpunkt Mediadaten.
Informationen zum Datenschutz finden Sie in unserem Impressum.



Proteus Solutions GbR , Allmandsteige 11, 78564 Reichenbach
Tel: (0 74 29) 876 91 - 70 oder 0800-50506055, Fax (0 74 29) 876 91 - 77
Spam@proteus-solutions.de

80.147.220.63 - (04.05.2016 14:30:00)


 

verwandte Themen
25.1.17 | Artikel: 980002
bne zum Stromsteuergesetz: «Richtige Entscheidung»

Zum Verzicht auf die Ausdehnung der Stromsteuer auf Solaranlagen im Stromsteuergesetz, erklärt Robert Busch, Geschäftsführer des Bundesverbandes Neue Energiewirtschaft (bne):…

12.6.17 | Artikel: 980014
Anteil an erneuerbaren Energien steigt weiter - Erneuerbare weltweit günstigste Energiequelle

Das Erneuerbare-Energien-Netzwerk «Renewable Energy Policy Network for the 21st Century» (REN21) hat die 12. Ausgabe des «Global Status Report 2017» veröffentlicht.

27.4.17 | Artikel: 980009
Franz Alt: Trump hat recht: Die Feigheit der deutschen Politik

Wer gehofft hatte, dass wenigstens der VW-Dieselskandal ein Weckruf sein und die große Koalition zum Umdenken und Umhandeln bringen könnte, sieht sich jetzt enttäuscht.

29.4.17 | Artikel: 980010
Baden-Württemberg: Entwicklung der erneuerbaren Energien

Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg hat im Auftrag des Umweltministeriums einen Bericht zur Entwicklung der erneuerbaren Energien für das Jahr 2016 erarbeitet.

Ihr eigenes Buch veröffentlichen.
Wir helden Ihnen dabei.
18.7.17 | Artikel: 980019
Fell: Wirtschaft und Union diffamieren Erneuerbare Energien als Energiepreistreiber

Wirtschaft und Union diffamieren Erneuerbare Energien als Energiepreistreiber, aber die Industrieenergiepreise sinken doch seit Jahren! Seit Jahren brandmarken Union, FDP, SPD die Erneuerbaren Energien als Preistreiber im Energiesektor.

13.10.16 | Artikel: 970089
EEG-Umlage steigt: Handwerkstag sieht Akzeptanz der Energiewende auf der Kippe

Die EEG-Umlage steigt erneut auf Rekordniveau, kein Ende der Kostenspirale in Sicht. Angesichts der für Freitag angekündigten Bekanntgabe der Erhöhung übt Landeshandwerkspräsident Rainer Reichhold drastische Kritik…

aktuelle Informationen an Ihre Zielgruppe verschicken?
Newsletter Server V3: einfach, schnell, günstig!
1.10.16 | Artikel: 970088
Mittelbayerische Zeitung: Kommentar zu automatisiertem Fahren

Es ist eine verführerische Vision: Vollautomatische Autos chauffieren uns sicher ans Ziel, während wir Passagiere uns anderen Dingen zuwenden.

22.3.17 | Artikel: 980007
Energieversorger: Bitte aufwachen! Stromkunden wünschen sich neue Produkte und Dienstleistungen

Fragt man die Verbraucher, stehen die Türen für neue Geschäftsmodelle auf dem Energiemarkt weit offen. Ein großer Teil der Stromkunden zeigt sich bereit, innovative Angebote der Energieversorger zu nutzen.