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Mit Experten diskutieren: Besuch bei der EnBW-Netzleitstelle am 12.3.15

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Mit Experten diskutieren: Besuch bei der EnBW-Netzleitstelle am 12.3.15

06.03.15  15:44 | Artikel: 962455 | News-Artikel (Red)

Mit Experten diskutieren: Besuch bei der EnBW-Netzleitstelle am 12.3.15
Leitstelle der EnBw in Ravensburg
© 2010 EnBW Regional AG
Am nächsten Donnerstag sind Kollege Thorsten Zoerner und ich zu Besuch bei der EnBW und schauen uns gemeinsam die Netzleitstelle in Esslingen an. Qualifizierte Mitarbeiter, die seit Jahren dort tätig sind, stehen Rede und Antwort.

Der Besuch von Thorsten und mir bei der EnBW dürfte in Energieblogger-Kreisen teilweise auf Unverständnis stoßen und vermutlich auch Kritik nach sich ziehen. Es gibt genügend Leute unter uns, die der Ansicht sind, dass alle Mitarbeiter dieses Konzerns nur in Atomkraft denken und vorgefertigte Antworten abspulen, wenn sie mit Journalisten oder anderen Externen ins Gespräch kommen... Wir sehen dass jedoch ein wenig anders.

Hauptgrund, sich die Informationen vor Ort abzuholen ist tatsächlich die Authentizität dieser Information. Offizielle Anfragen werden hauptsächlich über die Unternehmenskommunikation abgewickelt und erfahrungsgemäß rechtlich und unternehmensphilosophisch weichgespült. Ein langjähriger Mitarbeiter tut sich schwer, solcherlei Formulierungen im Gespräch zu verwenden.

Schon der Besuch im RDK8 von Thorsten brachte völlig neue Erkenntnisse mit sich, als aus der geplanten Stunde für den Besuch ein ganzes Abendprogramm wurde.

Ebenso wichtig ist, dass wir hier über Dinge berichten können, die tatsächlich aus erster Hand stammen. Was meine ich damit?

Viele Akteure im Bereich der Erneuerbaren haben eine fest etablierte Meinung. Das ist per se nicht schlecht, aber es verbaut auch ein wenig den Blick auf jede Art von neuer Nachricht. So berichten die meisten über erneuerbare Energien aus Quellen Dritter; also genau so, wie wir es den etablierten Mainstream-Medien vorwerfen. Und vielen kann man durchaus unterstellen, dass sie eine Solaranlage - oder andere Anlagen - nur kennen, weil sie mal auf der Autobahn daran vorbei gefahren sind.

Als Schüler hatte ich das AKW Philippsburg besichtigt. Damals fand ich das recht spannend. Heute würde ich mit Sicherheit andere Fragen stellen, die nicht Teil der Führung sind, weil sich das Grundverständnis gegenüber dieser Energieerzeugung geändert hat. Logisch. Mit 14 ist man kaum ein Energiewende-Aktivist.

Der Besuch der Netz-Leitstelle soll uns ein paar Einblicke und Antworten aus dem Bereich bringen, den man sonst nur aus politisch motivierten Argumentationsketten kennt. So interessiere ich mich unter anderem z.B. für die Kommunikations-Sicherheit und Thorsten wird seinen Schwerpunkt wohl auf Netzstabilität, Regelung und Frequenz legen.

Da wird dann der Mitarbeiter im Dialog wohl kaum die Unwahrheit sagen können, wenn das Messgerät einen Meter daneben die Aussage Lüge strafen könnte.

Vielleicht noch zur Ergänzung:
Die Besichtigung der Leitstelle erfolgt auf eigene Kosten und es gibt keinerlei Absprachen / Verpflichtungen gegenüber der EnBW darüber zu berichten. Der Termin dort erfolgte auf Initiative von Thorsten und mir.


Hintergrundinformationen zur Netzleitstelle findet man auf den Seiten der EnBW.








Autor: Björn-Lars Kuhn

Journalist bdfjBjörn-Lars Kuhn ist einer der Inhaber der Proteus Solutions GbR, Buchautor, Datenschutzbeauftragter (IHK), Fachjournalist (bdfj) in den Bereichen Datenschutz, Netzpolitik und Erneuerbare Energien und Redakteur dieser Nachrichtenseite.



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