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Agora: Verminderung der Braunkohleverstromung hätte kaum Folgen für die Strompreise

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Agora: Verminderung der Braunkohleverstromung hätte kaum Folgen für die Strompreise

30.03.15  07:30 | Artikel: 962532 | News-Artikel (e)

Agora: Verminderung der Braunkohleverstromung hätte kaum Folgen für die StrompreiseAgora Energiewende veröffentlicht Hintergrundpapier zum Beitrag der Stromerzeugung zum Klimaschutzziel 2020

Eine Begrenzung von CO2-Emissionen der deutschen Kraftwerke hat nur sehr geringe Auswirkungen auf die Großhandelsstrompreise. Das bestätigen Modellrechnungen des Beratungsunternehmens Enervis im Auftrag von Agora Energiewende, die jetzt in einem Hintergrundpapier vorgestellt wurden.

Demnach führt das im vergangenen Jahr diskutierte Modell zur Stilllegung von Kohlekraftwerken mit einer Gesamtleistung von 10 Gigawatt lediglich zu einem Preisanstieg von etwa 4 Euro pro Megawattstunde (0,4 Cent pro Kilowattstunde). Das Bundeswirtschaftsministerium geht in seinem vor wenigen Tagen veröffentlichten Vorschlag von einem Anstieg um 2 Euro pro Megawattstunde aus (entsprechend 0,2 Cent/Kilowattstunde).


So würde das BMWi-Konzepts für einen Klimaschutzbeitrag des Stromsektors wirken

In dem Hintergrundpapier analysiert Agora zudem, wie verschiedene Kraftwerkskohorten von einer Limitierung des CO2-Ausstoßes betroffen wären. Hier zeigt sich, dass hauptsächlich Braunkohlekraftwerke, die im Jahre 2020 ein Alter von 40 Jahren oder mehr erreichen werden, seltener laufen würden. "Die Braunkohlekraftwerke haben in den vergangenen 15 Jahren keinen Beitrag zum Klimaschutz in Deutschland geleistet, sondern sind verstärkt für den Stromexport genutzt worden", sagt Dr. Patrick Graichen, Direktor von Agora Energiewende.

"Unterm Strich hieße die Regelung, dass Deutschland weniger Strom in unsere Nachbarländer exportieren würde als heute." Weil damit vor allem Gaskraftwerke etwa in den Niederlanden häufiger zum Einsatz kämen, verlagerten sich zwar Treibhausgasemissionen von Deutschland ins Ausland. Allerdings emittieren Gaskraftwerke nur etwa eine halbe Tonne CO2 pro Megawattstunde Strom während alte Braunkohlekraftwerke mehr als eine Tonne CO2 pro Megawattstunde ausstoßen. "Unter dem Strich ist das für den Klimaschutz die bessere Variante", sagt Graichen.

Das Hintergrundpapier zeigt auf, dass auch in Großbritannien, in Dänemark und in den Niederlanden der Ausstoß von Treibhausgasen reduziert wird, indem Kohlekraftwerke stärker reguliert werden. Stattdessen wird dort stärker auf Erdgas beziehungsweise Biomasse zur Stromversorgung gesetzt.

Das Papier Zehn Fragen und Antworten zum Beitrag der Stromerzeugung zum Klimaschutzziel 2020 zum Download.






(Quelle: Agora Energiewende)


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Themenbereiche:

Studie | Energiepolitik | Strommarkt

Schlagworte:

Hintergrundpapier (6) | Stromerzeugung (90) | Klimaschutzziel 2020 | Modellrechnungen | Braunkohlekraftwerke (10)




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