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Top-Statistik: Browser, Betriebssysteme und Bildschirmauflösungen im März 2015

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Top-Statistik: Browser, Betriebssysteme und Bildschirmauflösungen im März 2015

09.04.15  13:30 | Artikel: 962542 | Proteus Fach-Artikel

Top-Statistik: Browser, Betriebssysteme und Bildschirmauflösungen im März 2015Bereits seit Jahren veröffentlichen wir regelmäßig Statistiken zu Marktanteilen der verschiedenen Browser, den verwendeten Betriebssystemen und zu gängigen Bildschirmauflösungen. Die letzte Auswertung ist nun bereits 12 Monate her; nun sind aber die aktuellen Auswertungen für März 2015 fertig.

Werte für Bildschirmauflösungen werden für Programmierer, Webdesigner und Grafiker zunehmend wichtiger; gilt es doch bei jeder Entwicklung zu entscheiden, welche Auflösung und welches Seitenverhältnis gerade State-of-the-Art ist. Unsere Übersichten liefern Ihnen aktuelle Werte der letzten 30 Tage verschiedener Statistikanbieter, ungeachtet der Tatsache, dass so manche Medienmeldung auch mal andere Werte auf Platz 1 setzt (meist im Kundenauftrag).

Ein paar Bemerkungen - wie im letzten Jahr - vorweg:

Die Auswertung wird immer schwieriger und umfangreicher und kann nur noch als Richtlinie genutzt werden.

Zum einen werden neue Bildschirme heute nur noch als Breitbild-Geräte verkauft. Zum anderen drängen sich eine Vielzahl mobiler Geräte wie Smartphones und Tablets in den Markt, die alle, teils mit sehr guten Auslösungen, internetfähig sind.

Google Analytics gibt bei so mancher Seitenauswertung insgesamt locker über 400 verschiedene Werte für Auflösungen aus. (Exceldatei für Zugriffe auf unsere eigene Seite als Beispiel)
Diese alle in Diagrammen aufzulisten wäre völlig sinnfrei; unsere Auswertungen beziehen sich derzeit auf die "gängigsten" Werte.

Bei sehr hohen Auflösungen sollte man die Teilungsverhältnisse genauer beachten, da es schon einige User gibt, die mit zwei oder drei Monitoren arbeiten (z.B. 3840*1080).

Aufgefallen ist bei der Auswertung wie immer, dass eine Zielgruppenanalyse vor Erstellung einer Seite immens wichtig ist. Je nach Branche oder Kundenausrichtung sind hier teilweise erhebliche Abweichungen feststellbar. Tendenziell ist davon auszugehen, dass im Endkundenbereich mehr Breitformate verwendet werden, als im kommerziellen.

Und auch der Anteil mobiler Geräte (Android und iOS) schwankt je nach Branche sogar zwischen 5 und 50 Prozent.

Es gibt also keine Pauschalaussage mehr, wie es früher möglich war. Die Standard-Auflösung 1024*768 Pixel schwankt auch in der Einzelauswertung zwischen 9 und 15 Prozent. Damit wird diese Auflösung - wie früher 800*600 - mittlerweile auch immer mehr unrelevant. Standard-Desktop-Seiten können damit im Schnitt auf 1280*800 hoch gesetzt werden.

Die verschiedenen Auflösungen, die eigentlich keinen Standard mehr klar definieren, machen deutlich, dass Responsive Webdesign mittlerweile schwer notwendig ist. In jedem Falle sollte aber eine mobile Seite als Alternative zur Verfügung stehen.

Die Grunddaten für alle folgenden Auswertungen und Diagramme:
Statistik-Anbieter, Datenbasis und Erläuterungen:
  • Webhits
    Basis der Auswertungen von Webhits sind wieder ca. 20.0000 Internetseiten aus dem europäischen Raum. Es wurden pro Monat knapp 13 Mio. Zugriffe registriert.

  • statCounter
    berechnet nach eigenen Angaben die Statistikwerte auf Basis von ca. 3 Mio. Internetseiten weltweit mit insgesamt über 15 Milliarden Zugriffen (Page Views).
    Im Diagramm stellen wir von statCounter die Werte für Deutschland, für Europa und globale Werte dar.

  • browser-statistik.de
    verwendet 438 Mitgliedsseiten mit insgesamt etwa 2 Mio. Zugriffen (Page Views) pro Monat als Datenbasis.

  • w3schools.com
    haben wir als Alternative zu Webhits im Bereich der Auflösungen mit hinzugenommen. Leider gibt der Betreiber keine Daten über die Anzahl der Zugriffe bekannt.

  • Proteus Solutions
    Wir haben zum Vergleich 12 unserer Kundenseiten mit insgesamt knapp 120.000 Besuchern als Datengrundlage verwendet (Visits!).


Warnung: Die Werte von Webhits sind zwar in den Diagrammen noch enthalten, sollten jedoch mit Vorsicht beurteilt werden, da diese nicht mehr plausibel sind. Beispiele: Ein Anteil des IE6 mit 35,5 %, Win XP mit einem Anteil von 55,5 % oder die Bildschirmauflösung 1024*768 mit 34,8 % dürften klarmachen, dass die Statistiken irgendwie nicht mehr passen, selbst, wenn da noch antike Seiten gehostet werden.
Mittlerweile steht auf der Seite auch eine Meldung, dass der Dienst eingestellt wird. Ruhe in Frieden.



Betriebssysteme

Microsoft träumt immer noch vom Erfolg der Windows Versionen 8.x und höher, doch Windows 7 ist immer noch mit Abstand das dominierende Betriebssystem. Nahezu alle Quellen bescheinigen einen Marktanteil um die 50%.

Apples iOS erreicht jetzt knapp an die 10-Prozent-Marke heran und Android pendelt (je nach mobilen Zugriffen) um die 5%-Marke.

Wie oben bereits genannt, hängt der Anteil mobiler Nutzer stark von der Branche eines Seitenbetreibers ab.
Übrigens: Windows Phone (0,1%) und Blackberry (0,2%) ... wer sind die denn?

Proteus Solutions Statistik: Anteile Betriebssysteme diverse Statistik-Anbieter März 2015
Anteile Betriebssysteme bei diversen Statistik-Anbietern - März 2015


Webbrowser

Wie bereits angesprochen, stellt Webhits in dieser Statistik wohl nicht in einem guten Licht und wird deshalb in weiß dargestellt.

Auffällig bei den Werten sind zwei Extreme:
Zum einen dominiert Firefox den deutschen Markt, wie alle drei Datenreihen bestätigen. Das ist im internationalen Vergleich eher die Ausnahme. Dort steht Chrome auf Platz eins.

Man könnte glauben, dass Chrome eher in Nordamerika die höchsten Anteile einfahren kann, aber tatsächlich sind es z.B. die Länder in Südamerika, die den Ausschlag geben: Hier liegt Google Chrome bei über 60% Marktanteil.

Damit gibt es immer noch die drei Klassiker, die im Programmierbereich wichtig sind: Firefox, Chrome und der Internet Explorer. Je nach Land ist hier die Rangfolge leicht unterschiedlich. Für Safari oder Opera zu entwickeln ist eher eine Fleißaufgabe.
Allerdings sollte man den Anteil im Auge behalten, denn die sonstigen werden etwas mehr und ein höherer Anteil von Safari-Usern deutet auf mobile Nutzung hin.

Proteus Solutions Statistik: Anteile Webbrowser diverse Statistik-Anbieter März 2015
Anteile Webbrowser bei diversen Statistik-Anbietern - März 2015


Bildschirmauflösungen

Wie bereits angesprochen entwickelt sich die Landschaft bei den Bildschirmauflösungen zu einem reinen Chaos. 475 verschiedene Auflösungen (bei uns) sind nicht mehr übersichtlich. Hier kann man nur noch die Top-Werte betrachten und die Seitenverhältnisse.

Anmerkung: Einige Auflösungen fallen natürlich raus, da ja bei mobilen Geräten die Darstellung um 90 Grad gedreht werden kann. Trotzdem bleiben noch genügend unterschiedliche Werte übrig.

Daraus ergeben sich allerdings zwei Möglichkeiten für die Umsetzung von Websites:

Entweder mit intelligenten CSS-Techniken möglichst alle Auflösungen abdecken können oder eine gängige Basisauflösung für den Desktop-Bereich wählen und eine separate Mobilseite anbieten.

Man kann zwar nicht von Standardauflösungen reden, aber in diesem Jahr stellen die Auflösungen 1366*768, 1280*800 und 1920*1080 ungefähr die gängigsten Werte dar.

Das Gute dabei:
Das sind genau drei Seitenverhältnisse, die im Bereich Breitbild liegen (16:10 bis 19:9)

Proteus Solutions Statistik: Statistik Bildschirmaufloesungen März 2015
gängige Bildschirmaufloesungen - März 2015

Eine nützliche Übersicht für gängige Auflösungen mit den entsprechenden Namen und Seitenverhältnissen findet man auf der Website von reinmedical.com.

Proteus Solutions Statistik: Formatvergleich der Bildschirmaufloesungen März 2015
Formatvergleich Bildschirmauflösungen
März 2015 (alle Daten)
Proteus Solutions Statistik: Formatvergleich der Bildschirmaufloesungen März 2015
Formatvergleich Bildschirmauflösungen
März 2015 (Kundenseiten)


Mittlerweile geht der Trend tatsächlich zum Breitbildmonitor. 4:3-Seitenverhältnisse liegen noch bei einem guten Viertel.

Beachtet man dabei die gängigen Auflösungen, so liegen die 1024*768 bei 7,6% und die 1280*1024 bei 9,9%.

Beispiel für Monitore und Seitenverhältnisse:

Monitor-Collage
v.l.: Philips 19B4LCB5 (4:3) - Asus VS197DE (16:9) - Samsung S27C450B (16:10)


Tipp: Je nach Kundensegment sollte der freie Bereich bei Breitbild-Geräten mit nicht ganz so relevanten Inhalten gefüllt werden. Bildlaufleisten sind seit jeher kontraproduktiv.

Der Wandel zum Breitbild hat die 4:3-Formate deutlich abnehmen lassen. Trotzdem darf man diese Gruppe immer noch nicht ganz als Randgruppe darstellen. Gerade Schulen, Behörden oder kleinere Betriebe nutzen ganz gerne noch die alten Systeme.



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Weitere Artikel zum Thema finden Sie in unserem
Themen-Spezial: Statistik - Browser, Betriebssysteme, Bildschirmauflösungen




Autor: Björn-Lars Kuhn

Journalist bdfjBjörn-Lars Kuhn ist einer der Inhaber der Proteus Solutions GbR, Buchautor, Datenschutzbeauftragter (IHK), Fachjournalist (bdfj) in den Bereichen Datenschutz, Netzpolitik und Erneuerbare Energien und Redakteur dieser Nachrichtenseite.



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Themenbereiche:

Bildschirmauflösungen | Browser | Betriebssysteme | Statistik

Schlagworte:

Bildschirmauflösungen (5) | Statistik (101) | Marktanteile (9) | März 2015 | aktuelle Diagramme (4) | Screen Resolution (5) | Bildschirmformate (4) | Auflösung (4) | Größen (7)




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