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Sinkende EEG-Umlage erreicht private Haushalte

13.04.15  08:32 | Artikel: 962582 | News-Artikel (e)

Sinkende EEG-Umlage erreicht private HaushaltePreistrend gebrochen, Strompreis geht zum ersten Mal seit 15 Jahren zurück: Die Strompreise für Endkunden steigen 2015 zum ersten Mal seit dem Jahr 2000 nicht mehr weiter an, tatsächlich scheint sich eine Trendumkehr anzukündigen.

Seit der Jahrtausendwende hatte sich der Strompreis von damals knapp 14 Cent je kW/h beinahe verdoppelt. Schon seit 2013 ist er aber etwa konstant. Wenn sich die jetzt erhobenen Verbraucherpreise im Jahresverlauf 2015 behaupten, wäre der Strom aktuell sogar wieder billiger als 2013.

Eine Familie hat in den ersten Monaten dieses Jahres nach einer Untersuchung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) im Schnitt etwa einen Euro weniger an den Stromversorger gezahlt. Gegenüber 85 Euro im Jahr 2014 ging die monatliche Stromrechnung für einen Haushalt mit drei Personen und einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden auf 84 Euro zurück.

Nach Angaben des BDEW kaufen die Stromunternehmen ihren Strom wieder billiger ein und profitieren dabei insbesondere von der gesunkenen Umlage zur Förderung der Erneuerbaren Energien. Die EEG-Umlage ist danach von 6,24 Cent/kWh auf 6,17 Cent/kWh gesunken. Der Durchschnittshaushalt zahlt nach diesen Zahlen jetzt gut 18 Euro im Monat für die Ökoenergien, 1 Euro pro Monat weniger als im Vorjahr.

Noch stärker als die EEG-Umlage sind die Kosten für "Beschaffung, Netzentgelt und Vertrieb" gesunken – von 7,38 auf 7,12 Cent/kWh. Das ist der niedrigste Wert seit 2008.Weiterhin machen Steuern und Abgaben konstant 52 Prozent des Strompreises für Endverbraucher aus, Netzentgelte verursachen 23 Prozent der Kosten. Nur noch die verbleibenden 23 Prozent seien von den Stromanbietern überhaupt selber zu beeinflussen.

Da Erneuerbare-Energien-Anlagen inzwischen zu deutlich geringeren Kosten errichtet werden und immer mehr Anlagen aus der Förderung fallen, ist auch in den kommenden Jahren nicht mit einem Anstieg der EEG-Umlage zu rechnen. Windenergie ist von allen Erneuerbaren Energien die kostengünstigste. Im Jahr 2015 werden laut Prognose rund 42 Prozent des Erneuerbaren Stroms aus Windenergie erzeugt. Ihr Anteil an der gesetzlichen Förderung durch die EEG-Umlage liegt jedoch nur bei 19 Prozent.


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(Quelle: Bundesverband Windenergie e.V. (BWE))


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Themenbereiche:

erneuerbare Energien | Energiepolitik | Strommarkt

Schlagworte:

EEG-Umlage (153) | Haushalte (17) | Strompreis (146) | Endkunden (10) | Trendumkehr




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