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Fell: Fracking in Deutschland Verbieten

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Fell: Fracking in Deutschland Verbieten

08.05.15  09:07 | Artikel: 962660 | News-Artikel (Red)

Fell: Fracking in Deutschland VerbietenBürgergesellschaften sprechen sich in einem offenen Brief an die Ministerpräsidenten der Bundesländer deutlich gegen Fracking auf deutschem Boden aus.

Tauziehen um Fracking Gesetz

Der Streit um Fracking in Deutschland geht in die nächste Runde. Nachdem die Bundesregierung der umstrittenen Förder-Methode durch einen Gesetzentwurf die Tür öffnen will, stemmten sich die UmweltministerInnen auf Landesebene am 22. Mai geschlossen gegen den Entwurf. Zudem haben sich derzeit mehr als 2000 Kommunen und Gemeinden entschlossen Fracking auf ihrem Gebiet zu unterbinden. In einem offenen Brief vom 6. Mai wenden sich nun auch 21 Umwelt- und Klimaschutzorganisationen an die Ministrpräsidenten um auf die Auswirkungen, Gefahren und Kosten von kommerziellem Fracking in Deutschland hinzuweisen.

Fracking: Eine Gefahr für Mensch und Natur

Der Brief, der unter anderem von bekannten Organisationen wie dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und der Energy Watch Group mitgetragen wird, beschreibt drei vorrangige Probleme die bei der Anwendung des Fracking-Verfahrens entstehen. Zum einen stellt Fracking eine massive Belastung für die Umwelt dar. Grundwasserverschmutzung durch die Frackflüssigkeiten und die damit verbunden Gefahren für die Gesundheit der Bevölkerung sind aber erst der Anfang.



Fracking kann auch Erdbeben auslösen. Ein weiteres Problem sehen die Organisationen beim Klimaschutz. Fracking bremst den Ausbau erneuerbarer Energien und gefährdet somit das selbstauferlegte Ziel der deutschen Bundesregierung CO2 Emissionen bis 2020 um 40% gegenüber 1990 zu senken. Neben den Gefahren für Mensch und Umwelt, sowie dem Klimaschutz, werden die von Befürworten angeführten pro-Fracking Argumente für nichtig erklärt. So soll Fracking weder bei der Arbeitsplatzschaffung noch bei der Versorgungssicherheit einen relevanten Beitrag leisten können. Dies könne allein durch den konsequenten Ausbau der erneuerbaren Energien gewährleistet werde.

Den Brief finden sie hier.

EWG Studie bestätigt die Bedenken

Auch Stimmen aus der Wissenschaft äußern sich kritisch zum Fracking. Die Energy Watch Group, Mitzeichner des offenen Briefes, hat vor kurzem eine Studie zum Thema Fracking in Deutschland veröffentlicht. Die am 19. März veröffentlichte Studie analysiert die Konsequenzen eines potentiellen Ausbaus der Schiefergasförderung in Deutschland am Beispiel der USA. Neben den Gefahren stellt die Studie die finanzielle Rentabilität des Fracking-Verfahrens in den Vordergrund.
Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Fracking in Deutschland bei weitem weniger wirtschaftlich rentabel ist als in die USA. Die Schlüsse aus der EWG-Studie sind jedoch die gleichen wie in dem Brief der Bürgergesellschaften: Der Preis für Fracking durch die Zerstörung der Umwelt ist um ein Vielfaches höher als der Nutzen dieser Förder-Methode.

Die vollständige Studie finden sie hier.




Autor: Hans-Josef Fell

www.hans-josef-fell.de

Hans-Josef Fell war energiepolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen und Mitglied des Bundestages von 1998 bis 2013. Er ist Präsident der Energy Watch Group (EWG) und Autor des EEG. Wir veröffentlichen regelmäßig einen Teil der wöchentlichen Infobriefe zum Thema Energiepolitik.



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Themenbereiche:

Fracking | Energiepolitik | Gesellschaft

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Fracking (27) | Lobbyisten (8) | Energiepolitik (33) | EU (200) | Rhetorik (3) | Energiepolitiker (3)




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