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Stromversorgungssicherheit und der Strommarkt

08.05.15  10:00 | Artikel: 962661 | News-Artikel (Red)

Stromversorgungssicherheit und der StrommarktAm 21.05. findet in Paris der Dialog zum Thema Stromversorgungssicherheit in Deutschland und Frankreich statt. Von Deutscher Seite wird man Stimmen vom BMWi hören, aus Frankreich kommt unter anderem der Übertragungsnetzbetreiber RTE zu Wort. Auf der Agenda findet man unter anderem die Rolle der Übertragungsnetzbetreiber in Bezug auf die Versorgungssicherheit auf beiden Seiten des Rheins sowie die zukünftige Rolle der erneuerbaren Energien im Strommarkt und ihre Bedeutung für die Versorgungssicherheit.

Versorgungssicherheit und Strommarkt – Wie viel haben diese beiden Welten überhaupt miteinander zu tun?

Der Strommarkt – genauer gesagt der Stromhandel – ist die fiskalische Gestaltung einer physikalischen Lieferbeziehung. Geht im Handel etwas schief, dann fällt weder in Frankreich noch in Deutschland der Strom aus. Zumindest nicht unmittelbar. Dennoch muss es oberstes Ziel des Strommarktes sein, eine Balance zwischen Erzeugung und Verbrauch zu jedem Zeitpunkt herzustellen. Nur wenn dies gelingt, dann kann der Bedarf an teurer Regelenergie minimiert werden und somit der Markt als ein Werkzeug angesehen werden, welches sich positiv auf die Effizienz auswirkt. Stimmt die Balance aus Erzeugung und Verbrauch nicht, so weicht die Netzfrequenz ab – und die Übertragungsnetzbetreiber müssen zur Stabilisierung des Netzes sogenannte Regelenergie einkaufen.

Tatsächlich gab es im Februar 2012 einen Vorfall, bei dem beinahe der Strommarkt für eine Beieinträchtigung in der Stromversorgung gesorgt hatte. Einige wenige Akteure hatten an einem Dienstag Morgen den Strombedarf ihrer Kunden latent zu gering eingeschätzt (so die Wortwahl des Untersuchungsberichtes), wodurch die Balance vom Markt nicht hergestellt wurde – somit vom Netz (=>Der Physik) aufgebaut wurde.

Versorgungssicherheit und Strommarkt gehen Hand-in-Hand. Sie arbeiten synchron und müssen gegenseitig stabilisierend sein. Bei der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Quellen geht man von kurzfristigen Schwankungen aus, die den Bedarf verändern sollen. Möglich wird dies nur über den Preis. Funktionieren kann dies aber nur, wenn sehr viele Akteure am Markt vertreten sind. Dies ist heute weder in Frankreich noch in Deutschland gegeben. Nicht selten wird im untertägigen Handel der Strompreis von unter einem Duzend Händler bestimmt. In Szenarien kann man sehen, dass dies eine Gefahr für die Effizienz des Handels ist.

Beeinträchtigt wird die Versorgungssicherheit aber auch durch die Liquidität der einzelnen Märkte. Von Devisen oder anderen Rohstoffmärkten kennt man “Panikkäufe” – ein Zustand, der bei der Stromversorgung sofort zu einem Blackout führen würde. Im Zusammenwirken zwischen Deutschland und Frankreich besteht die Chance, dass man kurzfristige Extremas durch Marktregeln verhindert.

Beim Hybridstrommarkt wurde daher der Mietanteil entwickelt, mit dem stabile Beziehungen zwischen Erzeugung und Verbrauch elektrischer Energie aufgebaut werden. Die Bedarfsermittlung für Ausgleichenergie wird stärker an den Verbraucher gerückt und entfernt die Unsicherheit aus dem Marktgeschehen. In einer Simulation konnte gezeigt werden, dass dieses Design zu einer stabilen Basis für eine strategisch ausgelegte Versorgungssicherheit dienlich ist.

Vielleicht sollte man auch Vertreter aus den Niederlanden zum Dialog laden. Dort wird der Hybridstrommarkt in Teilen bereits verwendet – was zu Erfahrungen geführt hat, die man auch in Frankreich und Deutschland gut gebrauchen könnte.






Autor: Thorsten Zoerner

blog.stromhaltig.de

Thorsten Zoerner betreibt den Blog stromhaltig.de. Einen Großteil seiner Fachartikel veröffentlichen wir regelmäßig auch hier auf unserer Seite. Thorsten Zoerner ist Gründungsmitglied der Energieblogger.



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Themenbereiche:

Energiepolitik | Strommarkt | international

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Stromversorgungssicherheit (2) | Strommarkt (81) | Frankreich (19) | BMWi (36) | RTE | Übertragungsnetzbetreiber (58) | Regelenergie (12)




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