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Franz Alt: Die Energie-Revolution ist da

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Franz Alt: Die Energie-Revolution ist da

13.05.15  09:11 | Artikel: 962674 | News-Artikel (Red)

Franz Alt: Die Energie-Revolution ist daDas Geschäftsmodell der alten Energieversorger schwächelt nicht nur, es verschwindet. E.on und RWE bestreiten auch gar nicht mehr, dass Kohle- und Atomenergie Auslaufmodelle sind, sie versuchen immer stärker, wenigstens noch ein Stück vom gesamten Energie-Kuchen zu behalten.

E.on-Chef Johannes Teyssen soeben:
"Wie wir heute sehen, waren die Umbrüche der Vergangenheit nur der Auftakt zu viel fundamentaleren Veränderungen – zu einer Revolution der Energiewelt, die begonnen hat, alles umzustürzen, was hundert Jahre als feste Gewissheit galt."

So hatte das bisher noch kein Energieboss gesagt. Allzu lange wurde dort oben die Wirklichkeit verdrängt. Aber jetzt vollzieht sich gerade der größte Umbruch, den es je in der deutschen Wirtschaftsgeschichte gegeben hat. Er betrifft hunderttausende Arbeitsplätze, zehntausende Aktionäre und Millionen Stromkunden: Die solare Energiewende.

Die neuesten Meldungen, die den neuen Trend verdeutlichen: Der US-Pionier Alan Musk hat wieder einmal große Dinge angekündigt. Er werde noch in diesem Sommer in das Geschäft mit Stromspeichern sowohl für Privathaushalte wie auch für Unternehmen einsteigen. Schon in kurzer Zeit soll jeder und jede zuhause seinen Solarstrom speichern können.

Warum kommen RWE und E.on nicht auf solche naheliegenden Ideen? Seit über 25 Jahren verschlafen nun die großen deutschen Energieversorger die Entwicklung von Batterien, von Sonnenkollektoren, von Photovoltaik-Anlagen, von Windrädern und Biogas-Anlagen.

In der alten Energiewelt haben wenige Großkraftwerke der alten Energieversorger Strom durch riesige Stromnetze über tausende Kilometer zu Millionen Kunden gebracht. In der neuen Energiewelt produzieren Millionen Hausbesitzer, Handwerker und Bauern ihren Strom selbst – also dezentral. Bisher fehlte noch die Speichermöglichkeit.

Doch dank Pionieren wie Alan Musk im Silicon Valley wird das Problem für viele bald gelöst sein. Die Speicher werden durch Massenproduktion ähnlich preiswert werden wie es in den letzten Jahren die Solarzellen wurden. Im Jahr 2.000 kostete die Produktion einer Kilowattstunde Solarstrom in Deutschland 70 Cent, heute noch 10 Cent und in zehn Jahren vielleicht noch fünf Cent. Die Macht des Schwarms, das heißt die Energiewende von unten, wird immer stärker – und die Macht der Großen zerbröselt.

Billige Solarzellen und preiswerte Speicher machen den Strom vom eigenen Dach oder von der eigenen Fassade viel billiger als der Strom aus der Steckdose. Es ist klar, wem die Zukunft gehört: Sonne und Wind schicken uns keine Rechnung.

Die zweite positive Meldung für die Energiewende: Der Energiekonzern EnBW interessiert sich für den Windstrom-Produzenten Prokon. Prokon befindet sich seit einem Jahr in einem Insolvenz-Verfahren. Betroffen sind 75.000 Anleger, die insgesamt mehr als 1.4 Milliarden Euro investiert haben. Doch sie wollen diese Firma partout nicht pleite gehen lassen und haben offenbar Erfolg. Denn 300 Windräder sind bereits in Betrieb und arbeiten gut. Kein Wunder also, dass sich mehrere Investoren für Prokon interessieren. Offensichtlich auch die EnBW.

In einer Gläubigerversammlung im Juli wird entschieden, wer den Zuschlag bekommt. Der "Verein Freunde von Prokon" mit über 10.000 Mitgliedern macht sich dafür stark, dass die Firma in eine Genossenschaft umgewandelt wird. Es wäre die größte Energiegenossenschaft Deutschlands.

Die Zeichen mehren sich: Die alte Energiewirtschaft ist ein Auslaufmodell. Die Zukunft gehört den Erneuerbaren. Die offene Frage ist freilich die der Energiestrukturen von morgen: Bürgerenergie oder Konzern-Energie? Zu den dezentralen erneuerbaren Energien passt zweifellos das Energiegenossenschaftsmodell: Bürgerenergie mit Bürgerunternehmen. Bürger zur Sonne, zur Freiheit!




(Autor: Franz Alt)


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Energiepolitik | Unternehmen | Wirtschaft

Schlagworte:

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