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Zensur - Flexibilität

11.06.15  11:15 | Artikel: 962759 | News-Artikel (Red)

Zensur - Flexibilität
Hildegard Müller, Vorsitzende der
Hauptgeschäftsführung des BDEW
Der BDEW ist lediglich eine Klasse von sehr vielen, wenn es um die Marktakteure auf dem Strommarkt geht. Nicht einmal 1% der Stromerzeugenden Unternehmen sind in dieser Klasse, nehmen aber gerne die elitäre Forderungshoheit der gesamten Stromschule für sich in Anspruch. Kurz vor Beginn des Weißbuches zum “Strommarkt der Energiewende”, welches im Herbst in eine Gesetzgebung überführt werden soll, durfte die BDEW-Klassensprecherin Hildegard Müller im Tagesspiegel die Arbeit ihrer Kommilitonen verteidigen…

“Mit dem Vorschlag eines dezentralen Leistungsmarktes hat der BDEW in Zusammenarbeit mit Partnerverbänden und anderen energiepolitischen Akteuren den Weg in eine Neujustierung des Strommarktes aufgezeigt. Ein zukünftiges Marktdesign sollte darauf ausgerichtet sein, die bereitgestellte gesicherte Leistung zu honorieren. ” (Hildegard Müller im Tagesspiegel)


Deutlich weniger Flexibilität würde benötigt werden, wenn endlich das Problem der Stabilität und Verlässlichkeit des konventionellen Kraftwerksparks angefasst wird. Honoriert wird, wenn die Leistung stimmig zum Ergebnis ist.

Es sind Hausarbeiten beim BDEW unerledigt geblieben. Bei der Leistungskontrolle vor den politischen Sommerferien müssen beim Thema Versorgungssicherheit noch Verbesserungen erkennbar werden, wenn man weiter die Werk-Realschule besuchen will.

Im Laufe des Schuljahres musste eine zunehmende Verschlechterung der Versorgungssicherheit festgestellt werden. Bereits im vorangegangenen Jahr 2013/2014 war zur Mitte der Periode auf den Nachholbedarf hingewiesen worden. Der gesamte Klassenverband wurde ermahnt, jedoch konnte in der aktuellen Periode 2014/2015 erneut eine Verschlechterung notiert werden. Selbst der Hinweis, dass die einstige Förderklasse der “Erneurbaren” durch Nachhilfeunterricht an der Elite vorbeizog half nicht.

Bei der Kollegiumskonferenz konnten wir zum jetzigen Zeitpunkt noch keinen endgültigen Befund für den Verbleib der Klasse feststellen. Unterstrichen wird dieses Bild durch das Verhalten des frisch eingeschulten Moorburgs.

Jegliche Appelle, die Betriebsführung auf ein in der Industrie übliches Niveau zu heben, scheinen ungehört zu bleiben. Ein Wille die grundlegenden Verpflichtungen des zukünftigen Berufslebens zu erfüllen, ist nur schwerlich erkennbar. Stattdessen scheinen Aktivitäten aus der Freizeit der Schüler die Konzentration zu stark zu stören:

“Künftig sollen die Erneuerbaren Energien das Leitsystem der Energieversorgung Deutschlands sein. In einem solchen System, in dem die stark schwankende Einspeisung von Strom aus regenerativen Energiequellen stetig zunimmt, wird Flexibilität immer wichtiger. ”

Einzelnen Gruppen im Klassenverband gelang es die gesamte Stromschule in Misskredit zu bringen. Eine Äußerung des Leistungskurses Kohle bringt nicht nur den Lehrplan im Physikunterricht durcheinander, sondern sorgt auch für eine Erhöhung des Schulgeldes.

Pädagogisch ist es nicht ratsam eine monetäre Honorierung vorzunehmen. Stattdessen sollten Anreizfaktoren über Sozialstunden für die Klasse eingerichtet werden.





Autor: Thorsten Zoerner

blog.stromhaltig.de

Thorsten Zoerner betreibt den Blog stromhaltig.de. Einen Großteil seiner Fachartikel veröffentlichen wir regelmäßig auch hier auf unserer Seite. Thorsten Zoerner ist Gründungsmitglied der Energieblogger.



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Themenbereiche:

Energiepolitik | Strommarkt

Schlagworte:

Marktakteure (3) | Strommarkt (81) | Unternehmen (104) | Versorgungssicherheit (50) | BDEW (28) | Energieversorgung (72)




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