Home UnternehmenProdukte
& Lösungen
Kompetenzen
& Services
erneuerbare
Energien
News
& Aktuelles
Impressum
& Kontakt
 
  

Agora: Blindflug bei der Finanzierung der Stromnetze beenden

Nachrichten
Aktuelles
Presse
Vorträge, Seminare
& Workshops
Bildschirmauflösungen, Browser, Statistik & Co.
Datenschutz
Suche










Agora: Blindflug bei der Finanzierung der Stromnetze beenden

23.06.15  08:36 | Artikel: 962801 | News-Artikel (e)

Agora: Blindflug bei der Finanzierung  der Stromnetze beendenStudie: Zehn Jahre nach Einführung der Regulierung für Stromnetze mangelt es an verlässlichen Daten und an der konsequenten Umsetzung bestehender Gesetze. Für die Energiewende ist das von Nachteil.

Betrieb und Finanzierung der Stromnetze erfolgen in Deutschland auf sehr intransparente Weise: So ist gänzlich unbekannt, auf welche Summe sich die von den Stromverbrauchern gezahlten Netzentgelte im Jahr belaufen. Es gibt lediglich Schätzungen, die bei 18 Milliarden Euro im Jahr liegen – das wäre der zweitgrößte Kostenblock in der Stromversorgung. Unklar ist dabei auch, wie sich diese Kosten seit Juli 2005 entwickelt haben, als die staatliche Regulierung Stromnetze eingeführt wurde. Das moniert eine Studie des Beratungsunternehmen Infracomp im Auftrag von Agora-Energiewende.

Defizite macht die Studie auch bei Entscheidungen der Regulierungsbehörden im Hinblick auf den Betrieb einzelner Stromnetze aus: Hunderte von Entscheidungen wurde getroffen, doch nur wenige davon veröffentlicht – überdies in geschwärzter Form. Ebenso bleiben wichtige Betriebsdaten der Stromnetze unter Verschluss und die Qualität der überhaupt veröffentlichten Daten ist aufgrund fehlender Datenstandards unterschiedlich.

"Die Intransparenz bei den Stromnetzen ist ein großes Problem, denn gerade hier gibt es einen großen Umbau­ und damit Investitionsbedarf im Zuge der Energiewende", sagt Dr. Patrick Graichen, Direktor von Agora Energiewende. "Wenn man die Regelungen für die Stromnetzentgelte weiterentwickeln möchte, muss man diese auch kennen. Ansonsten ist die Gefahr real, dass die Politik und auch Akteure auf dem Strommarkt falsche Entscheidungen treffen. Selbst Wissenschaftlern liegen grundlegende Informationen nicht vor. Durch die Intransparenz kann die Energiewende für die Verbraucher teurer werden, aber nicht besser."

Die Bundesnetzagentur selbst hat in ihrem jüngsten Evaluierungsbericht zur Anreizregulierung bemängelt, dass Deutschland im Vergleich von acht europäischen Ländern in Sachen Datentransparenz an vorletzter Stelle steht. Die aktuelle Studie kommt hier zum einen zu dem Schluss, dass die gesetzlichen Regelungen in der Tat um Transparenzaspekte ergänzt werden müssen. Sie moniert jedoch auch, dass die Regulierungsbehörden die bestehenden gesetzlichen Vorgaben nicht konsequent durchsetzen. "Alleine die Umsetzung bestehender gesetzlicher Verpflichtungen würde viel Licht ins Dunkle bringen", sagt Graichen.

Als Grund für die bisherige Praxis werden immer wieder die Geschäftsinteressen der Netzbetreiber angeführt. Dem widerspricht die Studie: Die Netzbetreiber hätten als Monopolisten keine geschäftlichen Nachteile zu befürchten. "Geschäfts- und Betriebsgeheimnisse sind für den Unternehmenserfolg im regulierten Bereich nicht relevant", heißt es in der Studie. Das zeigen auch Erfahrungen in anderen Ländern.

Transparenzdefizite der Netzregulierung




(Quelle: Agora Energiewende)


0 Kommentar(e) zum Artikel.
Kommentar schreiben


Themenbereiche:

Studie | Stromnetz

Schlagworte:

Stromnetze (33) | Finanzierung (16) | Umsetzung (4) | Intransparenz (2) | Stromnetzentgelte (2) | Ausbau (80)




Seite per Mail versenden

Kurz-Link zu dieser Seite: http://psrd.de/@962801







© by Proteus Solutions GbR 2017


Alle hier veröffentlichten Texte, Dokumente und Bilder sind urheberrechtlich geschützt.
Bitte beachten Sie dazu auch die weiteren Informationen unter dem Menüpunkt Mediadaten.
Informationen zum Datenschutz finden Sie in unserem Impressum.



Proteus Solutions GbR , Allmandsteige 11, 78564 Reichenbach
Tel: (0 74 29) 876 91 - 70 oder 0800-50506055, Fax (0 74 29) 876 91 - 77
Spam@proteus-solutions.de

80.147.220.63 - (04.05.2016 14:30:00)


 

verwandte Themen
25.8.16 | Artikel: 970080
Fell: Bundessicherheitskonzept bringt keine neuen Lösungen

Die Bundesregierung nutzt in ihrem neuen Bundessicherheitskonzept «Konzeption zur Zivilen Verteidigung (KZV)» nicht die Chance neuer Technologien, um gravierende Probleme bei großen gesellschaftlichen Ereignissen zu vermeiden.

8.8.16 | Artikel: 970072
neues deutschland: zum Erdüberlastungstag

Auf Mallorca sind die Trinkwasserreservoirs stark geschrumpft. Die Behörden haben den Verbrauch in einigen Gegenden rationiert - für Bewohner.

PVStatistik Deutschland:
installierte Anlagenleistung online abfragen.
24.6.16 | Artikel: 970057
Fuchs/Pfeiffer: Stromversorgung langfristig sichern

Am Donnerstag stand die 2./3. Lesung des Strommarktgesetzes auf der Tagesordnung des Deutschen Bundestags. Hierzu erklären der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Michael Fuchs und der wirtschafts- und energiepolitische Sprecher Joachim Pfeiffer:…

13.6.16 | Artikel: 970050
Braucht der Stromanbieter die Postanschrift des Kunden? Muss ich einen Namen angeben? #Datenschmutz

Wechselt man den Stromanbieter, so wird als erstes beim Ausfüllen des Vertrages nach der Postanschrift gefragt. Warum? Für eine Stromlieferung ist diese Information nicht notwendig – bezahlen könnte man auch im Voraus in Bar.

Sie suchen nach speziellen Lösungen?
Wir helfen gerne weiter...
4.11.16 | Artikel: 970091
Stromanbieter sind nur die Monetarisierung des Marketing-Mix

Wirtschaftsunterricht, 11. Klasse, auf dem Lehrplan seht das Geheimnis, wie aus Marketingstrategien konkrete Aktionen abgeleitet werden können. Die Schüler lernen, dass man scheinbar überhaupt nichts produzieren muss, um am Markt erfolgreich zu sein.

6.7.16 | Artikel: 970059
Smart-Meter: Energieversorger tasten sich langsam ran

Im Rahmen der vom SmartGridsBW e.V. initiierten Bloggertour nutzen die Teilnehmer die Möglichkeit, etwas über verschiedene Themen im Rahmen der Energiewende zu erfahren.

Artikel verpasst?
Nutzen Sie unsere Volltextsuche!