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Stromverbindung zwischen Dänemark und Deutschland rückt näher: Der erste Strommast steht

14.07.15  10:01 | Artikel: 962835 | News-Artikel (e)

Stromverbindung zwischen Dänemark und Deutschland rückt näher: Der erste Strommast steht

  • Feierliche Einweihung des ersten Mastes durch Umweltminister Dr. Habeck und TenneT-Chef Urban Keussen
  • Etwa achtmal mehr Energie kann nach Fertigstellung aus dem Herzen Schleswig-Holsteins transportiert werden
  • Trasse ist Ergebnis intensiver Beteiligung der Öffentlichkeit
  • Schleswig-Holstein: Mehr Erzeugung erneuerbarer Energien erfordert Ausbau der Transportkapazitäten

Gestern gaben Dr. Robert Habeck, stellvertretender Ministerpräsident und Minister für Energiewende, und Dr. Urban Keussen, Vorsitzender der Geschäftsführung der TenneT TSO GmbH, gemeinsam den Startschuss für den Ausbau der Höchstspannungsleitung zwischen den Umspannwerken Audorf und Hamburg/Nord (Mittelachse). Die Leitung ist Teil des Energiewendeprojektes vom niedersächsischen Dollern ins dänische Kassö, mit der die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen in Dänemark und Schleswig-Holstein mit den Lastzentren im Großraum Hamburg und in Niedersachsen verbunden wird.

"Aufgrund der steigenden Erzeugung erneuerbarer Energien in Schleswig-Holstein wird ein Ausbau der Stromleitung dringend benötigt. Wenn die neue Leitung voraussichtlich 2017 im Einsatz ist, kann mehr als achtmal soviel Strom transportiert werden wie derzeit", erklärte Urban Keussen. Er fügte hinzu: "Ich freue mich, dass wir in enger Zusammenarbeit mit Bürgern und der Lokal- und Landespolitik für diese Leitung eine verträgliche Lösung gefunden haben."

So konnte gemeinsam der Streckenverlauf optimiert werden. An vielen Stellen ist die Mittelachse nun an die A7 herangerückt worden und die alte Trasse, die zurzeit noch Wohngebiete in Henstedt-Ulzburg und Kisdorf überspannt, kann zurückgebaut werden.

Minister Habeck erklärte: "Der Netzausbau in Schleswig-Holstein kommt voran, das ist für die Energiewende entscheidend. Mit dem neuen Leitungsabschnitt wird die Transportkapazität deutlich erhöht. Leitungsausbau bedeutet aber immer einen Eingriff in die Lebensumwelt der Menschen und in die Natur. Umso besser, dass hier mit dem Neubau die alte Leitung zurückgebaut wird und dies insbesondere im dicht besiedelten Raum um Hendstedt-Ulzburg zu einer Entlastung führt."

Nach einer erfolgreichen zweijährigen Planungsphase mit einem intensiven Bürgerdialog weihen Habeck und Keussen gestern Nachmittag den ersten Mast des etwa 70 Kilometer langen Abschnitts der Mittelachse feierlich ein. Sie bringen im Rahmen einer Feier anlässlich der Fertigstellung vor etwa 100 Gästen eine Erinnerungsplakette am Hochspannungsmast an. Etwa 40 Tonnen Stahl wurden für den knapp 60 Meter hohen Mast verbaut, der in Bargstedt bei Rendsburg und damit nur zwei Kilometer vom geografischen Mittelpunkt Schleswig-Holsteins entfernt steht.

Mit diesem Mast ist der erste von insgesamt 183 Masten des 380-kV-Ersatzneubaus fertiggestellt worden. Bei einer voraussichtlichen Bauzeit von 33 Monaten wird unter der Annahme, dass keine erheblichen Bauzeitbeschränkungen auferlegt werden, wird die Leitung voraussichtlich 2017 fertig gestellt werden. Dabei wird an mehreren Maststandorten zeitgleich gearbeitet. Je nach örtlichen Gegebenheiten werden die Bautrupps immer dort eingesetzt, wo bereits der nächste Arbeitsschritt möglich ist.

Hintergrund: Netzausbau Schleswig-Holstein und Projekt Kassö-Dollern

Schleswig-Holstein nimmt mit seinen windreichen Küstenregionen einen besonderen Stellenwert beim Umbau der Energieversorgung in Deutschland ein. Aufgrund der hohen und künftig noch wachsenden Energieproduktion aus Windenergieanlagen und anderen erneuerbaren Energien in Schleswig-Holstein sind neue Transportleitungen notwendig. Dazu zählt auch die grenzüberschreitende Leitung Kassö-Dollern aus dem Energieleitungsausbaugesetz.

Der erste Abschnitt zwischen dem niedersächsischen Dollern und Hamburg/Nord ist auf der schleswig-holsteinischen Seite weitgehend fertiggestellt, der zweite Abschnitt zwischen Audorf und Hamburg/Nord folgt nun bis 2017. Weiterhin ist TenneT in Vorbereitungen für die fehlenden Abschnitte Audorf-Flensburg (Handewitt) und Flensburg bis Landesgrenze. Für den Abschnitt bis Kassö ist der dänische Netzbetreiber Energienet.DK zuständig.




(Quelle: TenneT Holding B.V.)


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Themenbereiche:

erneuerbare Energien | Energiepolitik | Netze

Schlagworte:

Trasse (34) | Strommast (4) | Deutschland (82) | Dänemark (5) | Transportkapazitäten (2)




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