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Memorandum Strommarkt 2.0

14.07.15  10:36 | Artikel: 962836 | News-Artikel (Red)

Memorandum Strommarkt 2.0Wer mich kennt, der weiß was man unter Schwellenpädagoge versteht. Ein paar Notizen auf einem Zettel müssen reichen. Da ich aktuell in Berlin bin, ist jetzt doch ein ganzer Text entstanden – Stammleser werden vieles wieder erkennen. Leider auf dem Smartphone getippselt, weshalb nicht nur die Formatierung grottig ist.

Schaut man sich die 20 Maßnahmen des Weißbuchs an, so kommt man schnell zur ernüchternden Erkenntnis, dass die Geldgeber – auch als Stromkunden bekannt – vergessen wurden. Strommarkt bedeutet nichts anderes als die Berechtigung zum zeitsynchronen Weiterdrehen zweier Stromzähler in einer fiskalen Welt abzubilden. Solange dies in einer Art und Form geschieht, die von den Letztverbraucher toleriert wird, können wir uns in Gremien und Ausschüssen über Bilanzkreise, Stromtrassen, Braunkohle ja oder nein und europäische Dimensionen der Energiewende unterhalten.

Alternativen – und keine Weiterentwicklung der bestehenden Gefüge – erscheinen längst am Horizont. Der Hybridstrommarkt ist nur eine Entwicklung von vielen…

Vertrauen verlieren ist einfach. Sicherheit schafft Vertrauen, aber wie kann man von Versorgungssicherheit sprechen, wenn dem Kraftwerk Boxberg an 3 Sonntagen in Folge die Puste ausgeht und eine ungeplante Nichtverfügbarkeit gemeldet wird? Es fällt leichter sich auf das Wetter zu verlassen, als auf nebulöse Firmeninternas, die In Fahrpläne eingreifen.Beim Wetter weiss man wenigstens, woher der Wind weht.

Es sind Ereignisse, wie in der letzten Woche in Mannheim, die Verbraucher irritieren. Irgendwo scheint etwas im System schief zu laufen, aber mit plönalisieren der Bilanzkreis(un)treue oder reduzierten Netzausbaukosten durch Spirtzenkappung der EE-Anlagen, hat dies wenig zu tun.

Das "Uber” oder "Airbnb” der Stromwirtschaft ist eine technische Lösung für die Absicherung das zeitsynchrone Weiterdrehen zweier Stromzähler zu finden. Das sind keine einfachen Algorithmen, die hinter Konstrukten, wie der Blockchain stecken, aber man muss auch kein Computerlinguist sein, um den Ergebnissen der Google Suche zu vertrauen. Peer-2-Peer Stromhandel, weil es "schicker” ist. Wer will da noch ein Standardlastprofil oder Einspeisevergütung?

Einspeisevergütung ist ein schönes Stichwort. Kurz nachdem in Deutschland das letzte AKW vom Netz gegangen ist, werden die ersten EEG-Anlagen aus ihrer garantierten Vergütung entlassen. Es passiert genau dann, wenn Offshore-Windkraft einen großen Anteil der EEG-Umlage erhält. Ist der im Weißbuch skizzierte Markt genügend vertrauensweckend, dass diese Anlagen sowohl weiter betrieben werden, als auch profitabel sind? Hier entsteht ein Angebot aus abgeschriebenen, brennstoffkosten freien Erzeugungseinrichtungen, die bestimmt einige Letztverbraucher gerne für Wärmestrom oder Mobilität nutzen. Ich denke, da wird keiner versuchen Algorithmen zu verstehen, wenn er das Ergebnis ohne Kostenaufwand nutzen kann.

Zum Abschluss noch ein grundlegendes Problemchen. Strommarkt bedeutet Stromhandel. Wir sehen in der Netzfrequenz, dass zunehmend die physikalischen Lastflüsse durch den Handel verändert werden. Die entstehenden Redispatchkosten sind ärgerlich – aber da von allen nichtprivilegierten getragen – verschmerzbar. Die Frequenzsprünge an den Produktgrenzen, lassen jedoch den Schluss zu, dass just in diesem Augenblicken die Balance aus Erzeugung und Verbrauch nicht ganz gehalten wird. Welche Gefahren entstehen dadurch und was bedeutet dies in der Konsequenz?




Autor: Thorsten Zoerner

blog.stromhaltig.de

Thorsten Zoerner betreibt den Blog stromhaltig.de. Einen Großteil seiner Fachartikel veröffentlichen wir regelmäßig auch hier auf unserer Seite. Thorsten Zoerner ist Gründungsmitglied der Energieblogger.



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Themenbereiche:

Strommarkt | international

Schlagworte:

Memorandum (2) | Strommarkt 2.0 (6) | Weißbuch (10) | Stromzähler (17) | Stromkunden (35) | Bilanzkreise (2) | Stromtrassen (15) | Braunkohle (52)




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