Home UnternehmenProdukte
& Lösungen
Kompetenzen
& Services
erneuerbare
Energien
News
& Aktuelles
Impressum
& Kontakt
 
  

Franz Alt: Die Energiekonzerne kämpfen ums Überleben

Nachrichten
Aktuelles
Presse
Vorträge, Seminare
& Workshops
Bildschirmauflösungen, Browser, Statistik & Co.
Datenschutz
Suche










Franz Alt: Die Energiekonzerne kämpfen ums Überleben

10.08.15  17:00 | Artikel: 962912 | News-Artikel (Red)

Franz Alt: Die Energiekonzerne kämpfen ums Überleben
Franz Alt
Bild: sonnenseite.com
Kurz vor Fukushima, also im März 2011, war eine RWE-Aktie noch 55 Euro wert. Heute notiert sie bei knapp 19 Euro. In dieser schwierigen Situation kommen auch Konzern-Chefs der alten Energiewirtschaft auf «verrückte» Ideen.

Die aktuelle Werbung des RWE-Konzerns beginnt mit dem Wort "Verrückt?" Und der Text geht dann so: "Strom selber erzeugen und speichern? Das soll schon für 5.000 Euro möglich sein, einschließlich Speicher im Keller und Montage".

Graben die sich nicht selbst das Wasser ab, wenn sie ihre Kunden auffordern, selbst zum Stromerzeuger zu werden? Das ist so, aber sie haben gar keine andere Wahl. Von etwa 20 Millionen Gebäuden in Deutschland stehen noch immer die meisten völlig umsonst in der Gegend herum, obwohl die Sonne auf jedes Dach scheint. Aber das wird sich in den nächsten Jahren radikal ändern, wenn sich herumspricht, dass der selbsterzeugte Sonnenstrom weniger als halb so viel kostet als der Strom aus der Steckdose. 1.5 Millionen Hausbesitzer oder Fabrikbesitzer haben schon Solarstromanlagen auf ihre Dächer geschraubt und ernten über mehrere Jahrzehnte preisgünstigen Strom und nach etwa zwölf Jahren beinahe kostenlosen Strom.

Je mehr und je schneller die Deutschen umsteigen, desto weniger verdienen die alten vier "Strom-Besatzungsmächte". Wenn sie überhaupt noch Geld verdienen wollen, dann müssen sie so rasch wie möglich auf Erneuerbare umsteigen und Energiedienstleister werden.

Das Grundgeschäft der alten Energieerzeugung hieß über Jahrzehnte: Mit großen Kraftwerken viel Geld verdienen. Diese Zeiten sind endgültig vorbei.

Das Fraunhofer-Institut hat soeben errechnet, dass im Juli 2015 die Solaranlagen in Deutschland bereits genau so viel Strom erzeugt haben wie alle noch laufenden AKW zusammen. Und nach dem Atomausstieg kommt unweigerlich der Kohleausstieg. Seit Fukushima hat allein RWE 19 Milliarden Euro an Börsenwert verloren.

Es ist völlig klar, wem die Zukunft gehört. Den großen Konzernen bleibt gar nichts anderes übrig als so rasch wie möglich auf Erneuerbare umzusteigen. Sie müssen radikal umsteuern, wenn sie überhaupt noch mitspielen wollen. Kohle, Gas, Öl und Uran gehen bald zu Ende, aber Sonne, Wind und Wasserkraft haben wir ewig und weitgehend kostenlos, weil es den Stoff umsonst gibt als Geschenk des Himmels.

Bei RWE waren einmal 150.000 Menschen beschäftigt, heute gerade noch 60.000. Das zusätzliche Problem: Ruhrgebietsstädte wie Bochum, Essen Dortmund, Oberhausen, Hamm und Gelsenkirchen hängen durch Beteiligungen am Tropf der alten Energiewirtschaft wie ein Junkie an der Nadel.

Über die neuen Konzernstrukturen will RWE noch in dieser Woche entscheiden. Die Energiekonzerne kämpfen jetzt ums Überleben.




(Autor: Franz Alt)


0 Kommentar(e) zum Artikel.
Kommentar schreiben


Themenbereiche:

Energiepolitik | Unternehmen

Schlagworte:

Energiekonzerne (22) | Fukushima (12) | Energieerzeugung (14) | Energiewirtschaft (43)




Seite per Mail versenden

Kurz-Link zu dieser Seite: http://psrd.de/@962912







© by Proteus Solutions GbR 2017


Alle hier veröffentlichten Texte, Dokumente und Bilder sind urheberrechtlich geschützt.
Bitte beachten Sie dazu auch die weiteren Informationen unter dem Menüpunkt Mediadaten.
Informationen zum Datenschutz finden Sie in unserem Impressum.



Proteus Solutions GbR , Allmandsteige 11, 78564 Reichenbach
Tel: (0 74 29) 876 91 - 70 oder 0800-50506055, Fax (0 74 29) 876 91 - 77
Spam@proteus-solutions.de

80.147.220.63 - (04.05.2016 14:30:00)


 

verwandte Themen
18.7.17 | Artikel: 980019
Fell: Wirtschaft und Union diffamieren Erneuerbare Energien als Energiepreistreiber

Wirtschaft und Union diffamieren Erneuerbare Energien als Energiepreistreiber, aber die Industrieenergiepreise sinken doch seit Jahren! Seit Jahren brandmarken Union, FDP, SPD die Erneuerbaren Energien als Preistreiber im Energiesektor.

25.1.17 | Artikel: 980002
bne zum Stromsteuergesetz: «Richtige Entscheidung»

Zum Verzicht auf die Ausdehnung der Stromsteuer auf Solaranlagen im Stromsteuergesetz, erklärt Robert Busch, Geschäftsführer des Bundesverbandes Neue Energiewirtschaft (bne):…

27.4.17 | Artikel: 980009
Franz Alt: Trump hat recht: Die Feigheit der deutschen Politik

Wer gehofft hatte, dass wenigstens der VW-Dieselskandal ein Weckruf sein und die große Koalition zum Umdenken und Umhandeln bringen könnte, sieht sich jetzt enttäuscht.

22.3.17 | Artikel: 980007
Energieversorger: Bitte aufwachen! Stromkunden wünschen sich neue Produkte und Dienstleistungen

Fragt man die Verbraucher, stehen die Türen für neue Geschäftsmodelle auf dem Energiemarkt weit offen. Ein großer Teil der Stromkunden zeigt sich bereit, innovative Angebote der Energieversorger zu nutzen.

Ihr eigenes Buch veröffentlichen.
Wir helden Ihnen dabei.
7.2.17 | Artikel: 980004
Bundesbürger wünschen sich innovative Strom-Angebote

Tarife, bei denen Strom weniger kostet, wenn der Wind weht oder die Sonne scheint, intelligente Geräte, die sich dann einschalten, wenn Strom günstig ist und bessere Informationen über den eigenen Energieverbrauch - eine Mehrheit der Bundesbürger interessiert sich für innovative Stromangebote, die durch die Digitalisierung der Energienetze möglich werden. …

24.3.17 | Artikel: 980008
Klimaneutral Drucken - immer mehr Unternehmen zeigen Engagement

Im Pariser Klimaabkommen hat sich die EU verpflichtet, seinen Ausstoß an Kohlendioxid bis 2030 um 40 Prozent gegenüber 1990 zu senken. Dieses Ziel kann nur erreicht werden, wenn alle Einsparmöglichkeiten genutzt werden.

aktuelle Informationen an Ihre Zielgruppe verschicken?
Newsletter Server V3: einfach, schnell, günstig!
12.6.17 | Artikel: 980014
Anteil an erneuerbaren Energien steigt weiter - Erneuerbare weltweit günstigste Energiequelle

Das Erneuerbare-Energien-Netzwerk «Renewable Energy Policy Network for the 21st Century» (REN21) hat die 12. Ausgabe des «Global Status Report 2017» veröffentlicht.

24.3.17 | Artikel: 980008
Klimaneutral Drucken - immer mehr Unternehmen zeigen Engagement

Im Pariser Klimaabkommen hat sich die EU verpflichtet, seinen Ausstoß an Kohlendioxid bis 2030 um 40 Prozent gegenüber 1990 zu senken. Dieses Ziel kann nur erreicht werden, wenn alle Einsparmöglichkeiten genutzt werden.