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Börsen-Zeitung: Dauerbaustelle - Kommentar zu RWE von Andreas Heitker

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Börsen-Zeitung: Dauerbaustelle - Kommentar zu RWE von Andreas Heitker

11.08.15  08:30 | Artikel: 962914 | News-Artikel (e)

Börsen-Zeitung: Dauerbaustelle - Kommentar zu RWE von Andreas HeitkerRWE unterzieht sich einer radikalen Schlankheitskur.
Ein bedeutender Teil der derzeit noch knapp 100 Konzerngesellschaften in Deutschland wird künftig in der RWE AG gebündelt.
Vorstands- und Aufsichtsgremien werden gestrichen, was zu weniger Bürokratie und schnelleren Entscheidungsprozessen führen dürfte.

Die von Vorstandschef Peter Terium vorangetriebene Neuaufstellung ist in ihrer Bedeutung nicht zu unterschätzen. Die Konzernstruktur ist bei RWE nämlich schon seit der Liberalisierung der Energiemärkte eine Dauerbaustelle, an der sich auch Teriums Vorgänger bereits abgearbeitet haben - zum Teil erfolgreich, zum Teil eher nicht, da die internen Beharrungskräfte immer gewaltig waren.

Die nach der Fusion mit VEW im Jahr 2000 ersonnene Aufstellung mit drei Säulen und acht Stammhäusern hielt nicht lange: Als Harry Roels 2003 an der Vorstandsspitze Dietmar Kuhnt ablöste, war die Straffung der Strukturen das erste Großprojekt des Holländers gewesen. Er kürzte die Zahl der Führungsgesellschaften von 13 auf sieben, stärkte die Dachmarke RWE und versuchte, Querschnittsfunktionen abzubauen.

Als 2007 Jürgen Großmann antrat, wiederholte sich das Spiel: Straffung der Strukturen stand auch bei ihm von vornherein ganz oben auf der Agenda. Bereits nach zwei Monaten wurden Zwischenholdings entmachtet. Vermeidung von Doppelfunktionen und schnellere Entscheidungen wurden auch damals schon als Ziele ausgerufen.

Großmann legte in seiner Amtszeit noch mehrmals nach. 2009 wurde das Vertriebs- und Netzgeschäft gestrafft. So wurde etwa die Zwischenholding RWE Energy AG, ein bunter Bauchladen, in dem Beteiligungen mit einem Umsatz von 28 Mrd. Euro gebündelt waren, relativ geräuschlos abgewickelt. "Wir verkaufen ein simples Produkt - nämlich Strom und Gas - in einer äußerst komplizierten Struktur." So hatte es Großmann auf den Punkt gebracht.

Der jetzt vom RWE-Aufsichtsrat beschlossene Umbau zeigt, dass sich an dieser Aussage im Grunde bis heute nichts Wesentliches geändert hat. Das Potenzial zur Hebung von Synergien, das Potenzial zur Beschleunigung und zur effizienteren Arbeit, das noch in der aktuellen Struktur schlummert, ist nach wie vor beträchtlich. Für die Stakeholder von RWE ist dies eine durchaus positive Nachricht. Der Handlungs- und Anpassungsdruck des Energiekonzerns ist nach wie vor hoch. Aber es gibt sie immerhin noch, diese stillen Reserven, die noch gehoben werden können.




(Quelle: Börsen-Zeitung)


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Themenbereiche:

Energiepolitik | Unternehmen

Schlagworte:

RWE (111) | Konzerngesellschaften | Neuaufstellung | Konzernstruktur




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