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Kommentar zur «Islamischen Klimaerklärung» und ein wenig mehr

20.08.15  11:20 | Artikel: 962946 | Proteus Statement

Kommentar zur «Islamischen Klimaerklärung» und ein wenig mehrMuslime kommen in diesen Tagen medial nicht gut weg. Zumeist wird diese Glaubensrichtung in westlichen Berichterstattungen im Zusammenhang mit Terrorismus genannt. Doch der reine Islam hat mit solchen Inhalten eher wenig zu tun.

Die aktuell veröffentlichte «Islamische Klimaerklärung» ist ein glänzendes Beispiel für die Arbeit der im Westen eher unbekannten und unverstandenen Glaubensrichtung.

Am Dienstag verabschiedeten Islamische Gelehrte aus 20 Ländern im Rahmen des Internationalen Islamischen Klimawandelsymposiums in Istanbul eine Islamische Erklärung zum Klimawandel. Durchaus für westliche Bürger überraschend, dass es so eine Veranstaltung überhaupt gibt und dann auch noch eine Erklärung dabei rauskommt, die seinesgleichen suchen kann. Dabei sind einige muslimische Staaten schon lange dabei sich mit energiepolitischen Fragen zu beschäftigen, und damit ist nicht die OPEC-Konferenz gemeint. Bestes Beispiel dafür sind die Vereinigten Arabischen Emirate (beim ungebildeten Volks als Dubai bekannt).

Premierminister Scheich Muhammad bin Raschid Al Maktum macht sich schon seit Jahren Gedanken über die Zukunft des Landes, denn das Öl ist kein unendlicher Rohstoff in der Region.

An Stammtischen werden solche Leute gerne pauschal und abwertend als «Kameltreiber» bezeichnet. Vor ein paar Generationen mag das noch korrekt gewesen sein, aber mittlerweile studieren diese Staatsdiener auch schon seit über 40 Jahren in Cambridge und an anderen renommierten Universitäten, sprechen neben arabisch auch englisch (bin Raschid auch deutsch) und wissen durchaus, wie ein Land zu führen ist.

Der einzige Unterschied zu westlichen Ländern ist somit die Religion. Und der Koran basiert auf vergleichbaren Grundprinzipien, wie das Christen- oder Judentum. Trotzdem schaffen es zumeist nur die negativen Schlagzeilen in die Presse. Bombenattentate und Terror wird für viele zum Pseudonym für eine ganze Glaubensrichtung, was unserer westlichen Oberflächlichkeit entspricht.

Der Koran im arabischen Original
Doch genauer hinschauen lohnt sich durchaus. Selbstverständlich gibt es den islamistischen Terrorismus. Spinner, die sich der Religion bedienen und diese nach Ihren Intentionen zurecht biegen gibt es weltweit jede Menge, da bildet der Islam keine Ausnahme. Bestes Beispiel dafür sind ja unsere "Freunde" aus Amerika. Keine nationale Rede ohne den Schlusssatz: "Gott schütze Amerika!". Wieso Amerika? Als Bibel, Koran und Tora (und Talmud) geschrieben worden sind, da gab es DEN Amerikaner noch gar nicht. Die haben sich erst später etabliert, nachdem Jahrhunderte lang - auch im Zeichen der Religion, und zwar dem Christentum - die Ureinwohner dahin gemetzelt wurden.

Insofern war auch die Initiative von Papst Franziskus vor ein paar Wochen eher ungewöhnlich: Früher Inquisition, Kreuzzüge und Ablasshandel und und jetzt auf einmal Klimaschutz und "Save the planet"? Dabei ist die Organisation ja nicht gerade bekannt für progressive Meinungsänderungen.

In diesem politisch gewollten Durcheinander ist jedoch die islamische Klimaerklärung geradezu erfrischend und zeigt auf, dass sich auch andere Kulturen mit grundlegenden Werten beschäftigen. Die Erklärung ist umso beeindruckender, da diese zwar als "islamische" Erklärung bezeichnet wird, aber auch von Vertretern anderer Religionen (insbesondere Juden) erarbeitet wurde. Wer sich rudimentär in politischen Konflikten auskennt, der weiß, dass Moslems und Juden eher selten zu Tee zusammen sitzen.

Die vollständige Islamischen Klimaerklärung ist in englischer Sprache verfügbar.









Autor: Björn-Lars Kuhn

Journalist bdfjBjörn-Lars Kuhn ist einer der Inhaber der Proteus Solutions GbR, Buchautor, Datenschutzbeauftragter (IHK), Fachjournalist (bdfj) in den Bereichen Datenschutz, Netzpolitik und Erneuerbare Energien und Redakteur dieser Nachrichtenseite.



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Themenbereiche:

Gesellschaft | Medien | Energiewende | international

Schlagworte:

Islamische Klimaerklärung | Glaubensrichtung | Terrorismus (15) | Oberflächlichkeit | Kommentar (56)




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