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dena-Stellungnahme zum BMWi-Weißbuch «Ein Strommarkt für die Energiewende»

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dena-Stellungnahme zum BMWi-Weißbuch «Ein Strommarkt für die Energiewende»

26.08.15  09:05 | Artikel: 962966 | News-Artikel (e)

dena-Stellungnahme zum BMWi-Weißbuch «Ein Strommarkt für die Energiewende»Welches Strommarktdesign kann auch bei hohen Anteilen erneuerbarer Energien eine sichere, günstige und umweltfreundliche Stromversorgung gewährleisten? Mit dieser Frage befasst sich das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) im Weißbuch «Ein Strommarkt für die Energiewende». Die dena bezieht dazu Stellung.

Im Oktober 2014 hat das Bundeswirtschaftsministerium mit der Veröffentlichung eines Grünbuchs die öffentliche Diskussion über die Weiterentwicklung des Strommarktdesigns angestoßen. Im Weißbuch hat das BMWi nun eine umfassende Auswertung dieser Konsultation vorgelegt.

Die dena begrüßt diesen Prozess ausdrücklich. In vielen Aspekten teilt sie die Einschätzungen des Weißbuchs. Für einzelne Bereiche des Strommarkts greifen die vom BMWi vorgeschlagenen Maßnahmen aus Sicht der dena allerdings zu kurz.

Die im Weißbuch getroffene Entscheidung für einen Energy-Only-Markt 2.0 mit Kapazitätsreserve ist für die dena vor dem Hintergrund der vielen Grünbuch-Stellungnahmen gegen einen Kapazitätsmarkt nachvollziehbar. Hier gilt es nun, den weiteren Prozess zur Ausgestaltung konstruktiv-kritisch zu begleiten. Vielen Maßnahmen stimmt die dena ausdrücklich zu – zum Beispiel den Plänen, die freie Preisbildung am Strommarkt zu garantieren oder die Bilanzkreistreue zu stärken.

Für einige der genannten Maßnahmen begrüßt die dena zwar die grundsätzliche Ausrichtung, regt aber eine Weiterentwicklung an. So ist es zum Beispiel richtig und wichtig, die Regelleistungsmärkte für neue Anbieter zu öffnen. Dafür einen Sekundärmarkt für Sekundärregelleistung als Alternative zu kürzeren Vorlaufzeiten einzuführen, sieht die dena hingegen skeptisch.

In einigen Punkten gehen die Vorschläge des Weißbuchs aus dena-Perspektive nicht weit genug. Beispielsweise spricht sich die dena dafür aus, dass Speicher zukünftig nicht mehr als Letztverbraucher eingestuft werden und von Letztverbraucherabgaben vollständig entlastet werden. Zur grundlegenden Weiterentwicklung der heute bestehenden Netzentgeltsystematik sieht die dena eine bundesweite Debatte unter Einbindung aller Stakeholder für dringend geboten.

Zur dena-Stellungnahme BMWI-Weißbuch (PDF, 1 MB)




(Quelle: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena))


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Themenbereiche:

Energiepolitik | Strommarkt

Schlagworte:

Strommarkt-Design (6) | Weißbuch (10) | Energiemärkte (9) | Kapazitätsplanung (4)




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