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AfD und die Energiewende

07.09.15  10:00 | Artikel: 963004 | News-Artikel (Red)

AfD und die EnergiewendeDie Alternative für Deutschland ist bekennender Gegner der Energiewende.

Experte zum Thema in der Partei ist Klaus Maier aus Bad Nauheim, der mit anderen Schreiberlingen auf 146 Seiten ein mit Emotionen geladenes Werk aus Zahlen über den Weltschmerz “Strukturwandel Energiewende” veröffentlicht hat, welches wiederum als Basis für die Eingabe zum Weißbuch des Strommarkt 2.0 diente.

Einer der Schreiberlinge – im Dokument als fachliche Beratung bezeichnet – ist Michael Limburg (wer ihn nicht kennt – YouTube gibt Einblicke in die Gesinnung des EIKE Vize und AfD Mitglied ).

Die grundlegende Forderung klingt eigentlich noch recht vertretbar…

Die AfD lehnt jede Subvention der Energiegewinnung ab – außer zu Anschubfinanzierungen für neue zukunftsträchtige Technologien. (Quelle)

… würde man auf eine mögliche Rückzahlung von 400 Mrd Euro Subventionszahlungen hinarbeiten, oder auf die noch immer aus dem Bundeshaushalt bezahlten zur Förderung einzelner Stromkunden in der Industrie. Man will Windkraft und Photovoltaik verhindern und schweift dabei nicht nur auf der fachlichen Seite in ungeahnte Stilblüten ab.

Sowohl die Einreichung, als auch die “fachliche Ausarbeitung” folgen immer dem gleichen Muster, welches auf den Leser bereits nach kürzester Zeit langatmig und ermüdend wirkt. Im Stiel der frühen 1970er gehaltener Satzbau führen zwar zu gewissen Auflockerungen können aber über den stets wiederkehrenden Spannungsbogen nicht hinwegtäuschen, dem der Leser leider durch beide Werke ausgeliefert bleibt.

  • Knaller Überschrift
  • Irgend’was was logisch klingt
  • Komisches Zahlenspiel
  • Ernüchterung/Erkenntnis: Moment – da stimmt etwas nicht.
  • Verwerfen des ganzen Abschnittes

Zum Schluss bleiben einige Floskel im Kontext der Belanglosigkeit…

Man frage nicht die Frösche, wenn man einen Tümpel trocken legen will!

Die Frösche sind bei der AfD nicht grün, sondern grau. Sie dienen als Sinnbild für die Ergebnisse der Konsultation zum Grünbuch des Strommarkt 2.0.

Im Teil 1 des Weißbuches werden die Stellungnahmen zum Grünbuch dargelegt und zusammengefasst.
Es findet eine ausführliche Darstellung der Vorschläge der Marktteilnehmer und institutionellen EW-Unterstützer statt.
Zu den Stellungnahmen der Privatpersonen wird lediglich die Anzahl genannt.
Sie bilden jedoch die Mehrheit der Stellungnahmen (69,5%).

Diese Kritik deckt sich mit der Kritik von blog.stromhaltig. Lediglich das Zahlenspiel hätte man sich besser sparen sollen. Man könnte fast annehmen, dass die AfD für die Bürger spricht, wenn sie fortführt:

Es wird nicht einmal angedeutet,dass diese Privatpersonen zu ca. 90% die Energiewende oder wesentliche Teile davon (z.B. Windkraft) grundsätzlich ablehnen.

Da stimmt etwas nicht. Scheinbar wurde von der AfD jede Einreichung der EIKE (zur Erinnerung: Michael Limburg) und Vernunftkraft als “Privatperson” gezählt. Letztere Organisation hatte ihre Mitglieder mobilisiert, bei der öffentlichen Konsultation einzeln Einreichungen zu machen. Individuelle Texte, die man recht leicht durch die Schreibweise des Wortes “Vernunftkraft” erkennen kann. Vernunftkraft steht für:

In unseren individuellen Schwerpunkten unterscheiden wir uns in Nuancen. Gemeinsam treten wir der Naturzerstörung im Namen eines vermeintlich ökologischen Umbaus der Energieversorgung entgegen.

Man ist bekennend gegen Windkraft – und für die Landnahme durch Braunkohle… – Auch der Begriff Naturzerstörung muss eben definiert werden.

Die 90% der Ablehner der Windkraft bei den Privatpersonen der AfD sind eher Quatsch. Die wenigsten Bundesbürger wussten von der Möglichkeit eine Eingabe zum Grünbuch oder zum Weißbuch machen zu können. Auch die AfD veröffentlicht ihre Information an die Mitglieder erst nach der Einreichung. Beim Verwerfen dieses Abschnittes bleibt die Empfehlung, tatsächlich ein Stimmungsbild professionell einzuholen – und mehr in die Aufklärung un Bildung rund um die Energiewende zu investieren.

Smart-Meter, Smart-Grid, virtuelle Kraftwerke, schaltbare Lasten etc. leisten einen viel zu geringen Beitrag zur Lösung der Volatilität. Auch den Verbrauch an Strom dem Angebot anzupassen (private Haushalte, Industrie), ist sowohl im Umfang als auch in der Dauer der Verschiebbarkeit zu gering, um substantiell zur Problemlösung beizutragen
.

Kleinere Ungenauigkeiten, wie die Frage ob ein Messgerät (Smart-Meter) eine schwankende Erzeugung ausgleichen sollen, ignorieren wir hier. Der Fokus bei der Kostenbetrachtung und der schwankenden Erzeugung liegt auf langfristige Schwankungen. Untertägig wird in der Ausführung genauso ignoriert, wie der Fakt, dass auch die konventionelle Erzeugung ein gewisses Potential an schwächelnder Versorgungssicheit in den letzten Jahren aufgebaut hat. Würde man den aktuellen Trend bis in das Jahr 2050 ungebrochen fortsetzten, so müsste dann jeder Mega-Watt-Stunde benötigte Kapazität aus konventionellen Kraftwerken mindestens eine weitere Mega-Watt-Stunde zur Absicherung vorgehalten werden.

Im Jahre 2015 von einem substantiellen Problem zu sprechen, wenn zeitgleich eine Überkapazität von 80 GW in Europa besteht. Das Thema wirtschaftliche Zusammenarbeit mit den Nachbarländern ist natürlich bei der AfD nicht zu suchen. Die angegebenen Werte zu Verschiebbarkeit sind überhöht, wenn es um die Notwendigkeit gibt (vergl. vollversorgung.stromhaltig.de), als auch zu gering, wenn es um die Potentiale geht (“18% bis 1 Std.: Warmwasser, Umwälzpumpe”). Im Casa Stromhaltig wird Wasser um 24 Stunden verschoben… – und das nur wegen eines zu kleinen Wasserspeichers.

Es würde nicht die AfD sein, wenn man nicht das Thema Verschiebung von Stromverbrauch und Energiesparen mit einer netten Floskel abrundet: “Das bedeutet im Endeffekt eine Rationierung der Ware Strom in Friedenszeiten.”

Lustig, dass diese Rationierung in der Vorstellung der Schreiberlinge auf Basis der Preises erfolgt. Wenn dies eine Rationierung zu Friedenszeiten ist, dann müsste man doch eigentlich auch Rabatte für privilegierte Stromkunden abschaffen wollen. Wenn man dem Stromkunden zum günstigsten Preis die größte Menge Strom geben will, dann muss man für eine hohe Grundlast sein. Eine hohe Grundlast braucht Atomkraftwerke…

Völlig überzogen, unsachlich und zum Teil falsch wird vor allem in Deutschland über die Gefahren durch Kernkraftwerke (KKW) berichtet. Hier arbeiten Politik und Medien wie so oft einhellig zusammen. Die Realität ist aber, dass unsere Nachbarländer, wie viele andere Länder weltweit, in absehbarer Zeit nicht auf Kernkraft verzichten werden.

Wenn der Stromkunde Nachts nun nicht mehr Strom abnehmen möchte, dann muss man auch hier eine Lösung finden. Ob das Endlager in Bad Nauheim errichtet werden soll, bleibt leider offen.





Autor: Thorsten Zoerner

blog.stromhaltig.de

Thorsten Zoerner betreibt den Blog stromhaltig.de. Einen Großteil seiner Fachartikel veröffentlichen wir regelmäßig auch hier auf unserer Seite. Thorsten Zoerner ist Gründungsmitglied der Energieblogger.



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Themenbereiche:

Energiepolitik | Parteien

Schlagworte:

AfD (2) | Gegner | Energiewende (372) | Strukturwandel (3) | Belanglosigkeit




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