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Der Apfel-Gott hat gesprochen: Es ist ein Ei-Fon 6S

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Der Apfel-Gott hat gesprochen: Es ist ein Ei-Fon 6S

10.09.15  10:32 | Artikel: 963019 | News-Artikel (Red)

Der Apfel-Gott hat gesprochen: Es ist ein Ei-Fon 6S
Für die einen ist es ein Gottesgeschenk,
für andere nur Computerschrott
Tim Cook präsentierte gestern das neue iPhone 6S und obwohl viele dachten, dass es nach Steve Jobs keinen Gott mehr gibt, dürften sich Millionen Apple-Freaks sich bei der Vorstellung des neuen iPhone 6S wieder aufgeführt haben, wie 14-jährige beim Abschlusskonzert einer Teenie-Band. Doch viel Neues gab es natürlich wieder nicht.

Man kann ja gegen Apple sagen, was man will. Eines macht die Firma durchaus richtig: Sie zocken seit Jahren ihre Kunden ab und diese sind auch noch dankbar dafür, dass sie überteuerte Smartphones und Co kaufen dürfen. Marketing hat eben seinen Preis. Nicht selten gibt es Tausende von Übernachtungsorgien - die wie Flüchtlingslager aussehen - vor Apple-Shops, wenn ein neuer Verkaufsstart angekündigt wird. Nur um dann zu erfahren, dass der Laden gerade mal 10 Geräte auf Lager hat. Auch das ist bei Apple übliche Praxis. Die Lieferengpässe kennt man ja schon.

Jetzt wurde das neue 6S aus der Generation der iFöner vorgestellt und was soll man sagen: gerade mal ein paar Kleinigkeiten sind dazugekommen, die Produkte der Mitbewerber schon seit langem vorweisen können. Aber auch da gibt es ja die traditionellen Klagekriege vor Gericht, weil man sich ja in den USA Patente sichern kann, die die Rundung einer einfachen Pixelgrafik beschreiben.

In der aktuellen Version hat das 6S jetzt eine Kamera, die 12 Millionen Bildpunkte aufnehmen kann. Doch das bringt Opa mit grauem Star auch nicht weiter. Denn das Display lässt sich ja nicht aufpusten. Allenfalls um Prospekte im Print-Bereich mit Bildern zu verschönern, ist diese Auflösung notwendig. Für Postings auf Facebook und Co werden diese eh automatisch verkleinert. Aber Hauptsache man kann mit dem Apfel-Flaggschiff angeben. Ach ja, Gerüchten zufolge soll man mit dem Teil sogar noch telefonieren können, auch wenn das Tim Cook auf der üblichen Präsentation der Ami-Superlative das nicht extra erwähnt hatte.

Dann sind noch ein paar Kleinigkeiten dabei wie schnellerer Prozessor, mehr Arbeitsspeicher und die Messbarkeit der Andruckstärke eines Fingerabdruckes. Aber ob es sich lohnt, dafür mehr als 700 Ocken auf den Tisch zu legen für ein Gerät, was in der Herstellung gerade mal rund 200 EUR kostet? Da gibt es wohl jede MEnge andere Geräte auf dem Markt, die ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis haben.

Immerhin könnte es Kunden noch schlimmer treffen: Man könnte sich ein Windows-Phone oder gar ein Steinzeit-Blackberry kaufen - oder das neue iPhone 6S in peinlichem roségold - also schweinchenrosa.


Beitragsbild:
"The iOS family pile (2012)" by Blake Patterson - Flickr: the iOS family pile (2012).
Licensed under CC BY 2.0 via Commons




Autor: Björn-Lars Kuhn

Journalist bdfjBjörn-Lars Kuhn ist einer der Inhaber der Proteus Solutions GbR, Buchautor, Datenschutzbeauftragter (IHK), Fachjournalist (bdfj) in den Bereichen Datenschutz, Netzpolitik und Erneuerbare Energien und Redakteur dieser Nachrichtenseite.



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Themenbereiche:

Smartphones | mobiles Internet

Schlagworte:

iPhone (6) | Tom Cook | Features (3)




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