Home UnternehmenProdukte
& Lösungen
Kompetenzen
& Services
erneuerbare
Energien
News
& Aktuelles
Impressum
& Kontakt
 
  

Verschleierter Zubau von Sonnen und Windstrom - Datenschutz schuldig?

Nachrichten
Aktuelles
Presse
Vorträge, Seminare
& Workshops
Bildschirmauflösungen, Browser, Statistik & Co.
Datenschutz
Suche










zukünftig kostenpflichtiger Artikel

Verschleierter Zubau von Sonnen und Windstrom - Datenschutz schuldig?

25.09.15  11:45 | Artikel: 963103 | News-Artikel (Red)

Verschleierter Zubau von Sonnen und Windstrom - Datenschutz schuldig?Mit großen Schritten wird am Strommarkt 2.0 gewurstelt, die EEG-Umlage verrechnet, der Strompreis erhöht und die Netzentgelte zum explodieren gebracht.

Was kaum beachtet wird, dass all diese Vorhaben auf Basis veralteter Daten vorgenommen werden. Bislang haben die Übertragungsnetzbetreiber für das wichtige Segment der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien noch keine Zahlen des Jahres 2014 veröffentlicht. Die Anlagenstammdaten, die zur Berechnung und Simulation von Reserven und Kapazitäten benötigt werden, sind auf dem Stand von 2013. Bei den Dimensionen der aktuellen Umbrüche ist ein Jahr mehr oder weniger Daten von elementarer Bedeutung.

Auf Anfrage von blog.stromhaltig machen die Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz, Amprion, TenneT und TransnetBW den Datenschutz für den Missstand verantwortlich.

Wo,Was,Wieviel? – Die Kernfragen, die in Simulationsumgebungen eingespielt werden, um Szenarien für das Stromnetz, den Ausbau und die weitere Entwicklung der Stromwende zu ermöglichen. Fehlen die Antworten, so muss geschätzt werden, oder gar auf bereits veraltete Daten zurückgegriffen werden. Bislang konnte man auf den Seiten der Netztransparenz die Anlagenstammdaten herunterladen und somit selbst Nachrechnen und ermitteln. Im Jahre 2015 ist dies nicht mehr möglich.

Die 4 Übertragungsnetzbetreiber wurden daher gefragt:

auf Ihrer Webseite sind aktuell lediglich die Anlagenstammdaten bis 2013 abrufbar. Die Aktualisierung auf die Endstände von 2014 im August ist scheinbar nicht erfolgt. Wann wird die Veröffentlichung erfolgen? Werden die Daten über MaStr abgelöst? Welche Quelle kann alternativ genutzt werden?

Sie antworteten:

Aus datenschutzrechtlichen Gründen wird die Veröffentlichung der Anlagenstammdaten durch die ÜNB derzeit überarbeitet. Die derzeitigen Planungen sehen vor, dass voraussichtlich ab Mitte Oktober eine neue Veröffentlichung erfolgt, bei der Transparenz und Datenschutz gleichermaßen berücksichtigt werden.

Zeitgleich wird Mitte Oktober auch die EEG-Umlage für das Jahr 2016 bekanntgegeben. Basierend auf der räumlichen Verteilung der Anlagen aus dem Jahr 2013. Gutes Timing!

Das Argument Datenschutz ist auch spannend. Die Daten aus den Vorjahren sind noch immer abrufbar, von daher können die Gründe nicht besonders weitreichend sein.




Autor: Thorsten Zoerner

blog.stromhaltig.de

Thorsten Zoerner betreibt den Blog stromhaltig.de. Einen Großteil seiner Fachartikel veröffentlichen wir regelmäßig auch hier auf unserer Seite. Thorsten Zoerner ist Gründungsmitglied der Energieblogger.



0 Kommentar(e) zum Artikel.
Kommentar schreiben


Themenbereiche:

Energiepolitik | Daten

Schlagworte:

Verschleierung (2) | Zubau (29) | Daten (291) | Datenschutz (150) | Anlagenstammdaten (2) | Übertragungsnetzbetreiber (58)




Seite per Mail versenden

Kurz-Link zu dieser Seite: http://psrd.de/@963103







© by Proteus Solutions GbR 2017


Alle hier veröffentlichten Texte, Dokumente und Bilder sind urheberrechtlich geschützt.
Bitte beachten Sie dazu auch die weiteren Informationen unter dem Menüpunkt Mediadaten.
Informationen zum Datenschutz finden Sie in unserem Impressum.



Proteus Solutions GbR , Allmandsteige 11, 78564 Reichenbach
Tel: (0 74 29) 876 91 - 70 oder 0800-50506055, Fax (0 74 29) 876 91 - 77
Spam@proteus-solutions.de

80.147.220.63 - (04.05.2016 14:30:00)


 

verwandte Themen
11.8.16 | Artikel: 970075
Börsen-Zeitung: Doppelter Milliardenschock - Kommentar zu Eon

Die Verwerfungen der Energiewende treffen Eon mit voller Wucht. Der Energiekonzern wähnte den Kapitalmarkt gut vorbereitet auf den Milliardenschock in der Bilanz.

15.7.16 | Artikel: 970062
Fell: Deutsche Bank steigt aus der Kohle aus

Seit einiger Zeit findet ein starkes Divestment großer Banken aus der Kohle statt. Getrieben von Verlusten und dem Druck von Umweltorganisationen verlassen immer mehr Unternehmen das umweltschädliche Geschäft.

aktuelle Informationen an Ihre Zielgruppe verschicken?
Newsletter Server V3: einfach, schnell, günstig!
3.8.16 | Artikel: 970069
Preise für Strom, Gas, Heizöl und Kraftstoffe auf breiter Front gesunken

Das Jahr 2015 war gekennzeichnet durch sinkende Preise an den Energiemärkten. Davon konnten sowohl die privaten Haushalte als auch die Unternehmen profitieren.

25.7.16 | Artikel: 970065
Wenn der Toaster seinen Strom selbst bestellt ...

Auf den Tag genau vor zwei Monaten war blog.stromhaltig auf einer Veranstaltung zum Thema Strommarkt und dessen Digitalisierung. Einer der Diskussionspunkte, die ein Besucher aufbrachte, war «Was ist eigentlich, wenn der Toaster seinen Strom selbst bestellt?».

Diagramme & Infografiken
aus dem Bereich erneuerbare Energien
1.10.16 | Artikel: 970088
Mittelbayerische Zeitung: Kommentar zu automatisiertem Fahren

Es ist eine verführerische Vision: Vollautomatische Autos chauffieren uns sicher ans Ziel, während wir Passagiere uns anderen Dingen zuwenden.

18.7.16 | Artikel: 970063
Wer will ein Wasserwerk fernsteuern? Jeder kann!

Zwei Sicherheitsleute der Webseite Internetwache.org untersuchten Milliarden Internet-Adressen und haben dabei allein 80 ungeschützte Anlagen des gleichen Herstellers ausfindig gemacht.

12.7.16 | Artikel: 970061
SolarContact-Index: Photovoltaik-Nachfrage stürzt ins Sommerloch

Das Interesse an PV-Anlagen ist im zurückliegenden Juni ins Sommerloch gefallen. Mit rund 90 Punkten verharrt der Index unter seinem 12-Monats-Durchschnitt.

28.9.16 | Artikel: 970084
Südwest Presse: Kommentar zu Energienetz Unter Strom

Im Norden bläst der Wind, so kräftig, dass viel mehr Ökostrom produziert werden kann, als vor Ort benötigt wird. Im Süden dagegen droht elektrische Energie zur Mangelware zu werden, weil hier die letzten Kernkraftwerke 2022 abgeschaltet werden.