Home UnternehmenProdukte
& Lösungen
Kompetenzen
& Services
erneuerbare
Energien
News
& Aktuelles
Impressum
& Kontakt
 
  

Fell: Seehofer - der Retter der Erdkabel?!

Nachrichten
Aktuelles
Presse
Vorträge, Seminare
& Workshops
Bildschirmauflösungen, Browser, Statistik & Co.
Datenschutz
Suche










Fell: Seehofer - der Retter der Erdkabel?!

09.10.15  09:30 | Artikel: 963144 | News-Artikel (Red)

Fell: Seehofer - der Retter der Erdkabel?!
Ministerpräsident Horst Seehofer:
Weiss-blauer Landesgott in Bayern,
aber gegen Erdkabel ...
Nun wird ausgerechnet Seehofer zugeschrieben, der Bundesregierung den Vorrang der Erdverkabelung abgerungen zu haben – was für eine Verdrehung der historischen Wahrheiten!

In der Gesetzesnovelle für den Leitungsausbau 2013 war es gerade der bayerische Ministerpräsident, der den Vorrang der Erdkabel verhindert hatte. Grund: Sie seien zu teuer.

Nun hat er die im Bundeskabinett beschlossene Formulierungshilfe für die Gesetzesänderung im Bundestag mit ihren angeblichen Mehrkosten kommentiert: "Das sollten uns Mensch und Natur wert sein."

Aber seit 2013 hatte Seehofer keineswegs für die Erdkabel gekämpft, sondern sich auf die Seiten derer gestellt, die die Leitungen gänzlich verhindern wollten. Den maßlos enttäuschten Bürgerinitiativen gibt er nun den Anschein, für sie alles erreicht zu haben.

Den ganzen von ihm angezettelten Bürgeraufstand und die heftigen jahrelangen politischen Diskussionen hätte er Deutschland ersparen können, wenn er gleich einsichtig gewesen wäre.

Nun müssen die Leitungen jedoch gar nicht teurer sein, wie allseits behauptet wird. Es gibt sehr günstige Erdverkabelungstechnologien, was sich aber noch nicht bis Bayern herumgesprochen hat. Wie sonst ist es zu erklären, dass die bayerische Energieministerin Aigner das Kostenargument der Leitungen gleich wieder zum Anlass nimmt, den außer bei der Windkraft am Boden liegenden Ausbau der Erneuerbaren Energien weiter zu drosseln?

Feste Ausbauquoten für Ökostrom fordert sie nun. Unglaublich mit welch purer staatlicher Planwirtschaft die CSU die Erneuerbaren Energien erneut unter Druck bringen will. Und selbst wenn sie das erreichen würde, müsste ja dennoch der Atomstromersatz organisiert werden, was dann wohl nur noch mit neuen Erdgaskraftwerken vom bayerischen Großkonzern Siemens gehen kann. Die aber produzieren den Strom viel teurer als neue Erneuerbare Energien. Die bayerische CSU-Energiepolitik ist nur noch ein Stück aus dem Tollhaus.

Andere Artikel zum Thema:

08.10.15: Anhörung zum Stromleitungsbau
08.10.15: Fell: Vorrang für Erdverkabelung beschlossen
06.11.14: Klimawandel: Da läuft was falsch mit dem Klimaschutz
05.05.14: Naturkatastrophen 2013 - Analysen, Bewertungen, Positionen
06.08.14: Fell: Hitze und Starkregen: Klimawandel hinterlässt Spuren



Autor: Hans-Josef Fell

www.hans-josef-fell.de

Hans-Josef Fell war energiepolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen und Mitglied des Bundestages von 1998 bis 2013. Er ist Präsident der Energy Watch Group (EWG) und Autor des EEG. Wir veröffentlichen regelmäßig einen Teil der wöchentlichen Infobriefe zum Thema Energiepolitik.



0 Kommentar(e) zum Artikel.
Kommentar schreiben


Themenbereiche:

Netzausbau | Energiepolitik

Schlagworte:

Erdverkabelung (6) | Freileitungen (3) | Anwohnerschutz (2) | Seehofer




Seite per Mail versenden

Kurz-Link zu dieser Seite: http://psrd.de/@963144







© by Proteus Solutions GbR 2017


Alle hier veröffentlichten Texte, Dokumente und Bilder sind urheberrechtlich geschützt.
Bitte beachten Sie dazu auch die weiteren Informationen unter dem Menüpunkt Mediadaten.
Informationen zum Datenschutz finden Sie in unserem Impressum.



Proteus Solutions GbR , Allmandsteige 11, 78564 Reichenbach
Tel: (0 74 29) 876 91 - 70 oder 0800-50506055, Fax (0 74 29) 876 91 - 77
Spam@proteus-solutions.de

80.147.220.63 - (04.05.2016 14:30:00)


 

verwandte Themen
7.7.16 | Artikel: 970060
6 Millionen Euro für neues Forschungsprogramm zur Energiewende

Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft hat ein neues Forschungsprogramm namens «Transformation des Energiesystems in Baden-Württemberg – Trafo BW» gestartet.

3.8.16 | Artikel: 970069
Preise für Strom, Gas, Heizöl und Kraftstoffe auf breiter Front gesunken

Das Jahr 2015 war gekennzeichnet durch sinkende Preise an den Energiemärkten. Davon konnten sowohl die privaten Haushalte als auch die Unternehmen profitieren.

9.8.16 | Artikel: 970074
Westfalen-Blatt zur Ökostrom-Umlage

Die Prognose eines weiteren kräftigen Anstiegs der Ökostrom-Umlage lässt nicht nur bei den gebeutelten Endkunden die Alarmglocken schrillen.

24.3.17 | Artikel: 980008
Klimaneutral Drucken - immer mehr Unternehmen zeigen Engagement

Im Pariser Klimaabkommen hat sich die EU verpflichtet, seinen Ausstoß an Kohlendioxid bis 2030 um 40 Prozent gegenüber 1990 zu senken. Dieses Ziel kann nur erreicht werden, wenn alle Einsparmöglichkeiten genutzt werden.

Besser im Netz gefunden werden.
Optimieren Sie jetzt Ihre Website!
26.9.16 | Artikel: 970083
Tennet: «Strompreis Erhöhung von 80%»

Die Kollegen des Mediums «Die Zeit» haben eine beachtliche Meldung in Umlauf gebracht: «Stromanbieter Tennet erhöht Preise um 80 Prozent». Da bekommt man gleich Mut zum Lesen .

7.2.17 | Artikel: 980004
Bundesbürger wünschen sich innovative Strom-Angebote

Tarife, bei denen Strom weniger kostet, wenn der Wind weht oder die Sonne scheint, intelligente Geräte, die sich dann einschalten, wenn Strom günstig ist und bessere Informationen über den eigenen Energieverbrauch - eine Mehrheit der Bundesbürger interessiert sich für innovative Stromangebote, die durch die Digitalisierung der Energienetze möglich werden. …

Werbung auf unserer Seite: 
Rufen Sie uns an: 0800 50 50 60 55
26.9.16 | Artikel: 970083
Tennet: «Strompreis Erhöhung von 80%»

Die Kollegen des Mediums «Die Zeit» haben eine beachtliche Meldung in Umlauf gebracht: «Stromanbieter Tennet erhöht Preise um 80 Prozent». Da bekommt man gleich Mut zum Lesen .

22.3.17 | Artikel: 980007
Energieversorger: Bitte aufwachen! Stromkunden wünschen sich neue Produkte und Dienstleistungen

Fragt man die Verbraucher, stehen die Türen für neue Geschäftsmodelle auf dem Energiemarkt weit offen. Ein großer Teil der Stromkunden zeigt sich bereit, innovative Angebote der Energieversorger zu nutzen.