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Übertragungsnetzbetreiber übergeben Netzentwicklungspläne 2025

02.11.15  09:15 | Artikel: 963203 | News-Artikel (e)

Übertragungsnetzbetreiber übergeben Netzentwicklungspläne 2025

  • Sechswöchige Konsultation von NEP und O-NEP beginnt
  • Maßnahmen des Bundesbedarfsplans auch mit veränderten Rahmenbedingungen erforderlich
  • Offshore-Netzausbau berücksichtigt aktuelle Ausbauziele der Bundesregierung

Die Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz, Amprion, TenneT und TransnetBW haben am Freitag die ersten Entwürfe des Netzentwicklungsplans (NEP) 2025 und des Offshore-Netzentwicklungsplans (O-NEP) 2025 auf www.netzentwicklungsplan.de veröffentlicht. Damit beginnt die Konsultation, während derer alle Interessierten bis zum 13. Dezember 2015 Stellungnahmen zu NEP und O-NEP abgeben können. Rückmeldungen aus der Konsultation fließen in die zweiten Entwürfe von NEP und O-NEP ein.

Veränderte Rahmenbedingungen für Netzberechnungen

Die Netzentwicklungsmaßnahmen von NEP und O-NEP basieren auf sechs von der Bundesnetzagentur genehmigten Erzeugungs- und Verbrauchsszenarien, von denen sich vier auf das Jahr 2025 und zwei auf das Jahr 2035 beziehen. Im Vergleich zu den Vorjahren enthalten die Szenarien wesentliche Änderungen: Neben der Spitzenkappung für Wind onshore und Photovoltaikanlagen sowie der Begrenzung der CO?-Emissionen sind hier vor allem die neuen Rahmenbedingungen durch die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) eingeflossen. Die Netzberechnungen berücksichtigen außerdem die Eckpunkte, die im Koalitionsbeschluss vom Juli dieses Jahres festgelegt wurden.

Maßnahmen des Bundesbedarfsplans auch unter veränderten Rahmenbedingungen erforderlich

Die Berechnung zum NEP 2025 zeigen, dass die Maßnahmen des Bundesbedarfsplans auch vor dem Hintergrund der veränderten Rahmenbedingungen robust sind. Zu diesen Maßnahmen zählen die drei Höchstspannungs-Gleichstromverbindungen Ultranet, Südlink und die Süd-Ost-Passage. Im Vergleich zum vorangegangenen NEP steigt der Umfang der Netzmaßnahmen leicht an.

Wichtige Treiber für weiträumige Leistungstransporte in den sechs Szenarien sind der Ausbau der Windenergieleistung an Land im küstennahen Bereich und auf See sowie der Energieaustausch mit dem Ausland.

Das Volumen der Netzverstärkungen auf Bestandstrassen (Umbeseilung oder Stromkreisauflagen, Neubau einer leistungsfähigeren Leitung in bestehenden Trassen) liegt bei rund 5.900 Trassenkilometern (NEP 2014: 5.300 km). Der Ausbaubedarf neuer Leitungstrassen liegt bei 3.300 km (NEP 2014: 3.600 km), davon sind ca. 2.200 km Gleichstromverbindungen (inklusive der Gleichstrom-Interkonnektoren nach Belgien, Dänemark, Norwegen und Schweden mit einer landseitigen Länge von rund 220 km). Die vorläufigen Investitionskosten für die Netzmaßnahmen liegen in den nächsten zehn Jahren je nach Szenario zwischen 22 und 25 Mrd. Euro. Wenn die Gleichstromverbindungen Emden/Ost – Osterath, von Sachsen-Anhalt nach Bayern sowie SuedLink vollständig als Erdkabel ausgeführt werden, erhöhen sich die Schätzkosten auf voraussichtlich 31 bis 36 Mrd. Euro.

Alternative Endpunkte der Gleichstromverbindung von Sachsen-Anhalt nach Bayern und Entlastung des Netzknotens Grafenrheinfeld

Mit Blick auf die von der Regierungskoalition beschlossenen Eckpunkte betrachtet der NEP auch zwei Varianten der Gleichstromverbindung von Sachsen-Anhalt nach Bayern. Hierbei wird neben Gundremmingen als alternativer Endpunkt Isar berechnet und dabei jeweils der Verzicht auf Drehstrom-Neubautrassen im Bereich Grafenrheinfeld einbezogen. Dabei zeigt sich, dass bei beiden Varianten der Ausbaubedarf neuer Drehstrom-Leitungstrassen geringer ist als im Vergleichsszenario, während der Bedarf an regionalen Netzverstärkungsmaßnahmen leicht steigt.

Um den Netzknoten Grafenrheinfeld zu entlasten, hat die Regierungskoalition die Übertragungsnetzbetreiber aufgefordert, Alternativen zu entwickeln, damit die beiden als Neubau geplanten Projekte Mecklar - Bergrheinfeld/West (Bezeichnung P43 im NEP) und Altenfeld - Grafenrheinfeld (P44) entfallen können. Der NEP zeigt, dass dies möglich ist, wenn stattdessen die bestehenden Höchstspannungsleitungen Mecklar – Dipperz – Urberach (P43mod) und Altenfeld – Würgau – Ludersheim (P44mod) verstärkt werden. Damit verschiebt sich allerdings auch die regionale Belastung des Netzes im Süden Deutschlands. Außerdem ist bei einer weiteren Zunahme der Stromflüsse, etwa durch den Ausbau erneuerbarer Energien, in Zukunft tendenziell eher mit weiteren Netzverstärkungs- oder -ausbaumaßnahmen zu rechnen.

Aktuelle Ausbau-Ziele der Bundesregierung bestimmen Offshore-Netzausbau

Bis 2025 beträgt der Ausbaubedarf des Offshore-Netzes laut O-NEP 3,2 Gigawatt und 902 km, was gegenüber dem O-NEP 2014 eine Reduktion um fast 1,2 Gigawatt bedeutet. Vom Ausbaubedarf entfallen auf die Nordsee 2,7 Gigawatt und 712 km (drei Anbindungssysteme). Auf die Ostsee entfallen 0,5 Gigawatt und 190 km (ein Anbindungssystem).

Das Gesamtvolumen der Investitionen beträgt in den nächsten zehn Jahren insgesamt circa sieben bis zehn Mrd. Euro, die Investitionen in die Ausbaumaßnahmen des Start-Offshore-Netzes von rund fünf Mrd. Euro eingeschlossen. Damit hat sich das Investitionsvolumen im Vergleich zu vorangegangenen O-NEP verringert. Gründe sind die 2014 neu formulierten Ausbauziele der Bundesregierung für Offshore-Windenergie und die zwischenzeitlich erfolgte Fertigstellung vieler Anbindungssysteme.

Ergänzend zur bisherigen clustergenauen Anbindungskonzeption wurde für die Ostsee der Einsatz von Sammelplattformen zur Anbindung mehrerer räumlich beieinander liegender Cluster untersucht. Neben Kostenvorteilen birgt dieses Konzept auch die Chance Leerkapazitäten weiter zu vermindern und auf zukünftige Entwicklungen noch flexibler reagieren zu können.

Weitere Informationen unter www.netzentwicklungsplan.de




(Quelle: TenneT Holding B.V.)


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Themenbereiche:

erneuerbare Energien | Energiepolitik | Netze

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