Home UnternehmenProdukte
& Lösungen
Kompetenzen
& Services
erneuerbare
Energien
News
& Aktuelles
Impressum
& Kontakt
 
  

Smart Meter: Verbraucher lehnen Zwangsdigitalisierung ab

Nachrichten
Aktuelles
Presse
Vorträge, Seminare
& Workshops
Bildschirmauflösungen, Browser, Statistik & Co.
Datenschutz
Suche










Smart Meter: Verbraucher lehnen Zwangsdigitalisierung ab

18.11.15  09:25 | Artikel: 963254 | News-Artikel (e)

Smart Meter: Verbraucher lehnen Zwangsdigitalisierung abTrotz massiver Kritik sollen nach Plänen der Bundesregierung «intelligente» digitale Stromzähler ab dem Jahr 2017 in jedem Haushalt eingebaut werden. Verbraucherinnen und Verbraucher sind skeptisch: 70 Prozent halten eine Zwangsdigitalisierung durch den Einbau intelligenter Stromzähler für falsch. Das zeigt eine aktuelle Umfrage von TNS Emnid im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv).

Der vzbv fordert: keine Zwangsdigitalisierung der Verbraucher. Denn Smart Meter sind teuer und bringen fast keine Vorteile für Verbraucher. Zu erwarten sind jährliche Kosten in Höhe von bis zu 100 Euro für Bereitstellung und Nutzung der digitalen Stromzähler.

Laut Umfrage befürchtet mehr als jeder Dritte (38 Prozent) zusätzliche Kosten, die mit dem Einbau von Smart Meter verbunden sind. Und sogar die Hälfte der Befragten sorgt sich um die Sicherheit ihrer Daten.

"Verbraucherinnen und Verbraucher sind nicht von Smart Meter überzeugt. Für die meisten Haushalte wird sich der Einbau auch nicht lohnen. Zwang ist also der falsche Weg", sagt Ingmar Streese, Leiter des Geschäftsbereichs Verbraucherpolitik beim vzbv. Der vzbv kritisiert, Smart Meter würden bei durchschnittlichen Haushalten zusätzliche Kosten verursachen. Ein Nutzen ist hingegen aufgrund fehlender variabler Tarife und offener Fragen bei der Visualisierung des Verbrauchs nicht gesichert.

Kein Beitrag zur Energiewende

Die digitale Messung des Stroms bei Kleinverbrauchern sei auch kein Beitrag zur Energiewende. Das Bundeswirtschaftsministerium kommuniziert das Smart-Meter-Gesetzespaket als notwendig für die Energiewende. Das mag für Industrie und gewerbliche Großverbraucher zutreffen. Bei durchschnittlichen Haushalten und Kleinsterzeugern auf einen Zwangseinbau zu setzen, ist aber der falsche Weg, so der vzbv. Denn Smart Meter helfen weder beim Sparen von Energie noch im Portemonnaie der Verbraucher. Fazit: "Verbraucher sollten selber entscheiden können, ob sie dem Einbau digitaler Stromzähler zustimmen", so Streese.

Das Kabinett hatte den Gesetzentwurf "Digitalisierung der Energiewende" am 4. November 2015 beschlossen. Er sieht vor, dass alle Haushalte mit einem Verbrauch von mehr als 6.000 Kilowattstunden (kWh) ein intelligentes Messsystem bekommen werden. Alle anderen Haushalte sollen schrittweise bis zum Jahr 2020 mit intelligenten Zählern ausgerüstet werden. In Haushalten, die weniger als 6.000 kWh verbrauchen, könnten Netzbetreiber oder Vermieter den Einbau eines intelligenten Messsystems veranlassen. Auch hier hätten Verbraucher kein Mitspracherecht.

Auf Freiwilligkeit setzen

Das Gesetz soll noch im Dezember 2015 im Bundesrat und im Januar 2016 im Deutschen Bundestag beraten werden. Der vzbv fordert die Länder und die Abgeordneten des Bundestags auf, das Gesetz nicht zu verabschieden und für Nachbesserungen zu sorgen. Statt auf Zwang zu setzen, sollte die Möglichkeit für einen freiwilligen und marktgetriebenen Einbau gegeben werden.


In Verbindung sehende Artikel:

13.11.15: Intelligente Stromzähler auf Kosten der Verbraucher - Stromkosten steigen um bis zu 100 Euro pro Jahr und Haushalt
27.02.14: Basiswissen - Mein Stromzähler gehört ... ja, wem eigentlich?
08.05.13: Was machen eigentlich diese Smart Meters, die intelligenten Stromzähler?
13.02.15: Die Smart-Meter-Diskussion - Ein Kommentar



(Quelle: Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. (vzbv))


0 Kommentar(e) zum Artikel.
Kommentar schreiben


Themenbereiche:

Energiepolitik | Strommarkt

Schlagworte:

Strom (1191) | Kosten (126) | Stromzähler (17) | Smart-Meter (10) | Kai Warnecke (2)




Seite per Mail versenden

Kurz-Link zu dieser Seite: http://psrd.de/@963254







© by Proteus Solutions GbR 2018


Alle hier veröffentlichten Texte, Dokumente und Bilder sind urheberrechtlich geschützt.
Bitte beachten Sie dazu auch die weiteren Informationen unter dem Menüpunkt Mediadaten.
Informationen zum Datenschutz finden Sie in unserem Impressum.



Proteus Solutions GbR , Allmandsteige 11, 78564 Reichenbach
Tel: (0 74 29) 876 91 - 70 oder 0800-50506055, Fax (0 74 29) 876 91 - 77
Spam@proteus-solutions.de

80.147.220.63 - (04.05.2016 14:30:00)


 

verwandte Themen
18.7.17 | Artikel: 980019
Fell: Wirtschaft und Union diffamieren Erneuerbare Energien als Energiepreistreiber

Wirtschaft und Union diffamieren Erneuerbare Energien als Energiepreistreiber, aber die Industrieenergiepreise sinken doch seit Jahren! Seit Jahren brandmarken Union, FDP, SPD die Erneuerbaren Energien als Preistreiber im Energiesektor.

29.4.17 | Artikel: 980010
Baden-Württemberg: Entwicklung der erneuerbaren Energien

Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg hat im Auftrag des Umweltministeriums einen Bericht zur Entwicklung der erneuerbaren Energien für das Jahr 2016 erarbeitet.

Sie suchen nach speziellen Lösungen?
Wir helfen gerne weiter...
27.4.17 | Artikel: 980009
Franz Alt: Trump hat recht: Die Feigheit der deutschen Politik

Wer gehofft hatte, dass wenigstens der VW-Dieselskandal ein Weckruf sein und die große Koalition zum Umdenken und Umhandeln bringen könnte, sieht sich jetzt enttäuscht.

12.6.17 | Artikel: 980014
Anteil an erneuerbaren Energien steigt weiter - Erneuerbare weltweit günstigste Energiequelle

Das Erneuerbare-Energien-Netzwerk «Renewable Energy Policy Network for the 21st Century» (REN21) hat die 12. Ausgabe des «Global Status Report 2017» veröffentlicht.

Ihr eigenes Buch veröffentlichen.
Wir helden Ihnen dabei.
12.6.17 | Artikel: 980014
Anteil an erneuerbaren Energien steigt weiter - Erneuerbare weltweit günstigste Energiequelle

Das Erneuerbare-Energien-Netzwerk «Renewable Energy Policy Network for the 21st Century» (REN21) hat die 12. Ausgabe des «Global Status Report 2017» veröffentlicht.