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dena-Kongress: Aufbruch in die zweite Phase der Energiewende

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dena-Kongress: Aufbruch in die zweite Phase der Energiewende

18.11.15  11:50 | Artikel: 963259 | News-Artikel (e)

dena-Kongress: Aufbruch in die zweite Phase der EnergiewendeMit einem zuversichtlichen Ausblick auf die Energiewende in Deutschland und den Klimagipfel in Paris ging der 6. dena-Energieeffizienzkongress zu Ende.

Jochen Flasbarth, Staatssekretär im Bundesumweltministerium, eröffnete das Abschlussplenum mit einer Einschätzung der bevorstehenden Klimaverhandlungen. Im Gegensatz zu früheren Klimakonferenzen seien die Bereitschaft der Länder größer und die technischen Möglichkeiten konkreter. Vor allem aber habe sich der grundsätzliche Ansatz geändert.

Schon vor Beginn der Konferenz lägen Klimaschutzpläne von über 160 Nationen vor. Allein mit diesen Plänen ließe sich die Erderwärmung auf 2,7 Grad begrenzen. Das sei bereits ein großer Schritt, noch bevor überhaupt ein Vertrag unterzeichnet worden sei. In Paris werde es darum gehen, eine stabile Architektur für den langfristigen Prozess mit möglichst breiter Beteiligung festzulegen – und Raum für eine weitere Steigerung der Maßnahmen zu geben, so dass die Erderwärmung möglichst auf 1,5 Grad begrenzt werden könne.

In der Frage der nationalen Klimaschutzziele verwies Flasbarth auf den Klimaschutzplan 2050, der am 18. November im Kabinett verabschiedet wird. Die meisten darin erwähnten Punkte seien schon in Arbeit. Auch hier gehe es darum, einen breiten Beteiligungsprozess zu entwickeln und zentrale Weichenstellungen vorzunehmen.

Wettbewerbsfähigkeit erhalten, breite Debatte führen

In der anschließenden Podiumsdiskussion signalisierten alle Teilnehmer ihre Bereitschaft, die Energiewende weiter mitzugestalten. Dr. Michael Fuchs, stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, betonte dabei, dass die Energiewende vor allem auch bezahlbar und der Industriestandort Deutschland mit seiner vielfältigen Wertschöpfungskette erhalten bleiben müsse. Angesichts der Entwicklung bei der EEG-Umlage gebe es noch einiges zu tun. Investitionen in Energieeffizienz müssten größere Bedeutung bekommen.

Regine Günther, Leiterin Klimaschutz und Energiepolitik vom WWF Deutschland, verwies dagegen darauf, dass einige Unternehmen von der EEG-Umlage ausgenommen seien, obwohl sie nicht im internationalen Wettbewerb stünden. Als vorrangige Herausforderungen nannte sie den Ausbau der erneuerbaren Energien, den Ausstieg aus CO2-intensiven Pfaden, den Aufbau einer neuen Infrastruktur und das Vorantreiben von Innovationen.

Stefan Körzell, Mitglied des geschäftsführenden DGB-Bundesvorstands, erinnerte daran, dass die Energiewende für viele Branchen und Regionen einen fundamentalen Strukturwandel bedeutet. Zur Gestaltung dieses Wandels forderte er eine "Ethikkommission 2.0", die eine breite gesellschaftliche Debatte anstoßen könne. Wichtig sei dabei, dass die Energiewende auch mit guter Arbeit verbunden werde. Bisher waren Vorreiter für grüne Technologien nicht immer auch Vorreiter für gute Arbeitsplätze.

Katherina Reiche, Geschäftsführendes Präsidialmitglied des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU), machte deutlich, dass kommunale Unternehmen durch die Energiewende vor großen Herausforderungen stehen. Aber die Bereitschaft sei groß, die Herausforderungen anzunehmen und die Energiewende mitzugestalten. So gebe es immer wieder innovative Akteure, die neue Lösungen entwickelten, zum Beispiel die Nutzung eines Wasserwerks als Puffer für überschüssigen Strom.

Energiewende braucht Vorreiter und gute Beispiele

Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung, erinnerte abschließend daran, dass die Energiewende in eine neue, zweite Phase übergangen sei. Nach dem Ausbau der erneuerbaren Energien stünden jetzt Energieeffizienz, intelligente Systeme und Innovationen im Vordergrund. In Anlehnung an die Forderung von Stefan Körzell nach einer Ethikkommission plädierte Kuhlmann für eine "Enquetekommission" für Best-Practice-Beispiele der Energiewende.

Grundsätzlich gehe es darum, die Herausforderungen mit einer positiven Grundhaltung anzugehen, möglichst viele Akteure einzubinden und auf erfolgreichen Innovationen aufzubauen. Die dena werde genau hier ansetzen. Und der dena-Kongress werde auch im nächsten Jahr wieder eine Gelegenheit dafür bieten: am 22. und 23. November 2016.




(Quelle: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena))


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Themenbereiche:

Energiepolitik | Strommarkt

Schlagworte:

Energiewende (541) | Klimagipfel (2) | Klimaschutzziele (13) | Erderwärmung (12) | CO2 (42) | Strukturwandel (3)




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