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Hausgeräte: So tricksen Hersteller bei den Verbrauchswerten

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Hausgeräte: So tricksen Hersteller bei den Verbrauchswerten

19.11.15  10:01 | Artikel: 963262 | News-Artikel (Red)

Hausgeräte: So tricksen Hersteller bei den VerbrauchswertenDie Methoden sind sehr ähnlich, derer, die wir bereits vom Abgasskandal bei Volkswagen kennen. Angaben über den Verbrauch werden geschönt, damit der Kunde sich eher für ein bestimmtes Produkt entscheidet. Egal ob Auto, Staubsauger oder Waschmaschine, es ist der Diebstahl von Geld, denn stimmen die Angaben nicht, so sind auch die Betriebskosten höher, als man eigentlich vor dem Kauf angenommen hat.

Der SWR hat in der vergangenen Woche unter dem Titel “Energielabel – Tricksereien beim Stromverbrauch – MARKTCHECK deckt auf“ eine ganze Reihe von Täuschungen benannt, welche allerdings wahrscheinlich nur die Spitze des Eisberges sind. Benzinverbrauch oder Energieverbrauch – der Kunde wird getäuscht.

Tatort Waschmaschine

Stefan Scherfenberg, Stiftung Warentest, schildert: “Bosch Siemens hat vor ein paar Jahren festgestellt, dass wir die Temperatur in der Lauge messen, allerdings nur am Anfang einmal. Und sie haben sich den Trick überlegt, dass sie eine kleine Wassermenge einfüllen, diese hochheizen auf 60 Grad und dann die eigentliche Wassermenge hinterher reinfüllen, wenn sie wissen, dass wir schon gemessen haben.”

Beim Staubsauger keinen Beutel einlegen, bei der Waschmaschine lediglich etwas Wasser erwärmen – alles mit dem Ziel dem Kunden im Elektro-Fachmarkt einen möglichst Grünen A mit vielen Sternen neben den Hochpreis kleben zu können. Die Testkriterien müssen festgeschrieben sein, damit ein Vergleich zwischen unterschiedlichen Modellen und Herstellern überhaupt möglich ist. Von Volkswagen haben wir gelernt, dass die Hersteller ihre Produkte jedoch genau an diese Tests anpassen und damit einen Schein erwecken, der im Alltag nicht gegeben ist.

Tatort Bauen und Wohnen

Das Thema Energiesparen ist bereits einige Jahre bei den Bauträgern angekommen. Bevor man ein Haus baut, wird der Energieausweis erstellt, welcher Auskunft über den Energieverbrauch für Warmwasser und Heizung geben soll. Tatsächlich ist es jedoch so, dass diese Werte in der Praxis nicht erreicht werden. Eine Umfrage von blog.stromhaltig unter Bauherren hatte ergeben, dass gerade Fertighäuser in der Praxis 30% und mehr Heizkosten haben, als der vor dem Bau erstellte Energieausweis angibt. Kein einziger Fall wurde genannt, bei denen der Bewohner weniger Energie benötigte.

Kaufentscheidende Machtlosigkeit

Stimmen die Hochrechnungen, so gibt ein Muster-Haushalt mit “normaler Innentemperatur” , Standard Saugverhalten und normal schmutziger Wäsche, etwa 400€ pro Jahr mehr aus, als ihm die Labels versprechen. Klagen kann er dagegen jedoch meist nicht, denn die Kosten für ein Gutachten sind deutlich höher als die Kosten für das Gerät. Bei einem Haus kommt erschwerend hinzu, dass kaum ermittelt werden kann, ob der Fehler in der Software, beim Ing. Büro oder beim Bauträger entstanden ist.




Autor: Thorsten Zoerner

blog.stromhaltig.de

Thorsten Zoerner betreibt den Blog stromhaltig.de. Einen Großteil seiner Fachartikel veröffentlichen wir regelmäßig auch hier auf unserer Seite. Thorsten Zoerner ist Gründungsmitglied der Energieblogger.



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Themenbereiche:

Unternehmen | Energieeffizienz

Schlagworte:

Hausgeräte | Hersteller (7) | Verbrauchswerte (2) | Betriebskosten (2) | Energieausweis (2) | Warmwasser (7) | Heizung (16)




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