Home UnternehmenProdukte
& Lösungen
Kompetenzen
& Services
erneuerbare
Energien
News
& Aktuelles
Impressum
& Kontakt
 
  

Börsen-Zeitung: Doppelter Milliardenschock - Kommentar zu Eon

Nachrichten
Aktuelles
Presse
Vorträge, Seminare
& Workshops
Bildschirmauflösungen, Browser, Statistik & Co.
Datenschutz
Suche










Börsen-Zeitung: Doppelter Milliardenschock - Kommentar zu Eon

11.08.16  08:30 | Artikel: 970075 | News-Artikel (e)

Börsen-Zeitung: Doppelter Milliardenschock - Kommentar zu Eon von Christoph Ruhkamp

Die Verwerfungen der Energiewende treffen Eon mit voller Wucht. Der Energiekonzern wähnte den Kapitalmarkt gut vorbereitet auf den Milliardenschock in der Bilanz.

Schon im April - so behauptet Konzernchef Johannes Teyssen - habe man die großen Investoren in London auf das eingestimmt, was jetzt kommt: eine milliardenschwere Kapitalerhöhung für die Atommüllentsorgung - und weitere milliardenschwere Wertberichtigungen der abgespaltenen Kraftwerkstochter Uniper, die im September an die Börse gehen soll.

Vielleicht hat Teyssen nicht laut genug gesprochen, vielleicht haben auch die Investoren geschlafen. Jedenfalls reagiert der Kapitalmarkt überhaupt nicht gelassen auf die Hiobsbotschaften aus der Halbjahresbilanz. Um zeitweise 7% knickte der Aktienkurs ein.

Damit ist der Milliardenschock aber noch längst nicht ausgestanden. Rund 10 Mrd. Euro muss Eon an den geplanten staatlichen Atomfonds für die Endlagerung überweisen. Niemand weiß genau, ob die dafür gebildeten Rückstellungen von 8 Mrd. Euro angemessen durch liquides Vermögen gedeckt sind. Hinzu kommen 2 Mrd. Euro Risikoaufschlag für mögliche Kostensteigerungen.

Es wird äußerst heikel werden, Investoren davon zu überzeugen, dass sie die neuen Eon-Aktien erwerben, um dies zu finanzieren. Schließlich fließt der Emissionserlös direkt wieder ab in den Atomfonds. Eon-Aktionäre würden damit zwar aus der weiteren Haftung für die Endlagerung des Atommülls entlassen. Die Investoren kaufen praktisch eine Versicherung gegen die Nachhaftung.

Eine attraktive Verwendung der Mittel ist das aber sicher nicht, da keine künftigen Einnahmen damit verbunden sind. Erst nach einem Kabinettsbeschluss der Bundesregierung steht zudem fest, ob der für die Kapitalerhöhung geplante Betrag von 2 Mrd. Euro überhaupt reicht. Denn er entspricht nur einem Risikoaufschlag von 25% auf die von Eon gebildeten Rückstellungen. Die staatliche Atomkommission hatte aber 35% von der Branche gefordert.

Ähnlich große Unsicherheit herrscht über den wahren Wert der an die Börse strebenden Kraftwerkstochter Uniper. Deren Buchwert hat Eon inzwischen auf 12 Mrd. Euro herabgesetzt. Aber der Marktwert dürfte wohl eher bei 3 Mrd. Euro liegen. Somit steuert Eon nach einer weiteren Wertberichtigung im Zuge des Börsengangs wohl auf den dritten Milliarden-Nettoverlust in Folge zu.

Es droht ein Rekordverlust zu werden. Hauptsache, der Kapitalmarkt ist vorher gut informiert.




(Quelle: Börsen-Zeitung | Christoph Ruhkamp)


0 Kommentar(e) zum Artikel.
Kommentar schreiben


Themenbereiche:

Energiepolitik | Unternehmen

Schlagworte:

Börsen-Zeitung (2) | Kapitalmarkt | Bilanz (32) | Eon (12) | Atomfonds | Haftung (7)




Seite per Mail versenden

Kurz-Link zu dieser Seite: http://psrd.de/@970075



© by Proteus Solutions GbR 2018


Alle hier veröffentlichten Texte, Dokumente und Bilder sind urheberrechtlich geschützt.
Bitte beachten Sie dazu auch die weiteren Informationen unter dem Menüpunkt Mediadaten.
Informationen zum Datenschutz finden Sie in unserem Impressum.



Proteus Solutions GbR , Allmandsteige 11, 78564 Reichenbach
Tel: (0 74 29) 876 91 - 70 oder 0800-50506055, Fax (0 74 29) 876 91 - 77
Spam@proteus-solutions.de

80.147.220.63 - (04.05.2016 14:30:00)


 

verwandte Themen
18.7.17 | Artikel: 980019
Fell: Wirtschaft und Union diffamieren Erneuerbare Energien als Energiepreistreiber

Wirtschaft und Union diffamieren Erneuerbare Energien als Energiepreistreiber, aber die Industrieenergiepreise sinken doch seit Jahren! Seit Jahren brandmarken Union, FDP, SPD die Erneuerbaren Energien als Preistreiber im Energiesektor.

18.7.17 | Artikel: 980019
Fell: Wirtschaft und Union diffamieren Erneuerbare Energien als Energiepreistreiber

Wirtschaft und Union diffamieren Erneuerbare Energien als Energiepreistreiber, aber die Industrieenergiepreise sinken doch seit Jahren! Seit Jahren brandmarken Union, FDP, SPD die Erneuerbaren Energien als Preistreiber im Energiesektor.

Besser im Netz gefunden werden.
Optimieren Sie jetzt Ihre Website!